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Langsam und allmählich kann man zu der Überzeugung gelangen, dass Besiktas alles daran setzt, seinen Ruf in der Fußballwelt zu zerstören. Drenthe wurde quasi heimgeschickt.

Istanbul. Es ging lange hin und her in den Transferbemühungen von Besiktas Istanbul um Royston Drenthe. Der ehemalige Spieler von Real Madrid, der zuvor an den FC Everton ausgeliehen war und dort auf 21 Einsätze kam, sollte ablösefrei zum Klub vom Bosporus kommen. Alles war in trockenen Tüchern – eigentlich. Doch wer Besiktas in dieser Saison erlebt, der weiß, das Wort „eigentlich“ und „Einigung“ bedeutet nicht mehr viel am Dolmabahce-Palast.

Hickhack um Royston Drenthe

Es war ein endloses Gezerre, als es um die Verpflichtung von Drenthe, niederländischer Kicker ehemals in Diensten von den Königlichen aus Madrid, ging. Der Transfer wurde als perfekt gemeldet, dann wieder abgesagt, dann hieß es, man müsse noch an Gehaltsstellschraube drehen. Der Mittelfeldmann, der bei Alicante und Everton auch dadurch auffiel, dass er Tore schießen kann, sollte den Kader von Trainer Aybaba komplettieren. Sollte!

Einigung zwischen Drenthe und Besiktas

Am Ende sah es so als, als würde man nach der Devise „Ende gut, alles gut“ verfahren wollen. Besiktas einigte sich mit dem Spieler auf einen Vierjahresvertrag und sicherte ihm ein Gehalt von jährlich 1,6 Millionen Euro zu. Den Bedingungen hatten der Spieler und das Transfer-Komitee von Besiktas einvernehmlich zugestimmt, wie es an die Presse kolportiert wurde. Aber wir dürfen eben nicht vergessen, wir sprechen hier von Besiktas Istanbul. Dem Verein, bei dem selbst bestehende Verträge nicht mehr wirklich von großem Wert zu sein scheinen, wie man an den Spielern Egemen, Ernst, Simao und Quaresma sowie Holosko, Sivok und Hilbert erkennen konnte.

Drenthe vom Flughafen heimgeschickt

Wie türkische Medien berichten, befand sich Royston Drenthe bereits auf dem Weg zum Flughafen, um gen Istanbul aufzubrechen, den Medizincheck zu absolvieren und seinen Vertrag zu zeichnen, als ihn die Nachricht ereilte, dass es sich Besiktas doch anders überlegt hatte. Wie die Presse einheitlich berichtet, soll es Trainer Aybaba gewesen sein, der sein Veto einlegte. Basierend auf der Verletzung im Derby von Pektemek, welche ihn wohl bis zu sechs Monaten außer Gefecht setzt und den Abwanderungsgedanken von Hugo Almeida, sieht der Trainer akuten Handlungsbedarf im Sturm – als wenn die Formschwäche von Pektemek vor seine Verletzung unbekannt gewesen wäre und man nicht gewusst habe, dass Almeida keine Lust mehr auf Besiktas hat.

Nachdem er letztlich von der Ablehnung des Istanbuler Sonnenkönigs Aybaba auf der Besiktas-Trainerbank erfahren hat, ist Drenthe den Berichten nach wieder vom Flughafen heimgekehrt. Wie frustrierend muss das für einen Spieler sein? Was ist los auf den Narrenschiff mit Namen Besiktas? Mannschaft gut - Präsidium nicht einmal mehr drittligatauglich.

EURE MEINUNG: Geht man so mit einem Spieler um?
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