FC Bayern München: Stolze Basken verzögern Martinez-Transfer

Er scheint ein ganz besonderer Spieler zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass der FC Bayern rund 40 Millionen Euro an Bilbao zahlt und deren Boss so stur zu sein scheint.
München. Einige besonders eifrige Journalisten haben den Transfer von Javi Martinez zum FC Bayern München schon als perfekt gemeldet. Doch nun lautet die Frage, wann der Fünfjahres-Vertrag denn endlich unterschrieben wird. Athletic Bilbao-Präsident Josu Urrutia verzögert den 40-Millionen Euro Transfer durch Egoismus.

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Schon seit mehreren Wochen wird über diesen Königstransfer des FC Bayern diskutiert. Nun möchten die Münchener wenige Tage vor dem Saisonstart den neuen Mittelfeldstar so schnell wie möglich vom Baskenland nach Bayern holen. Am heutigen Tag werden die Berater von Martinez mit verschiedenen Vertretern des Liga-Verbandes LFP diskutieren, um einen schnellen Transfer zu ermöglichen.

Stolze Basken

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An diesen Verhandlungen erkennt der geneigte Beobachter schnell, dass der Stolz beim größten Verein aus dem Baskenland besonders stark ausgeprägt zu sein scheint. Urrutia verhält sich bei einem Transfer solch einer Größenordnung nicht gerade kooperativ. Ungeklärt ist auch die Frage, wie der FC Bayern die Ablösesumme nach Bilbao transferieren soll.

Bilbao-Boss möchte sein Gesicht wahren


Für den Bilbao-Boss ist klar, dass Martinez sich gemäß der Ausstiegsklausel selbst freikaufen muss. Dadurch möchte er sein Gesicht vor den treuen Bilbao-Fans wahren, denen er zeigen möchte, dass er seinen Starspieler gar nicht verkaufen möchte, durch die Ablösesumme aber dazu gezwungen ist. Schließlich steht bald die nächste Wahl des Präsidenten an.

Der Abgang von Martinez und womöglich Llorente - den besten Spielern der vergangenen Saison - ist normalerweise ein Sargdeckel für jegliche Kandidatur. Entsprechend setzt er alles daran, zu zeigen, dass er alles unternommen hat, um den Transfer zu verhindern.

Bei direkter Überweisung an Martinez 6 Millionen Euro extra


Es gibt jedoch noch das Problem der Geldüberweisung. So wurde nun publik, dass bei direkter Überweisung des FC Bayern an Martinez oder seine Berater mögliche Steuer nach Angaben der Bild fällig sein würden. Das Geld würde als Einkommen gewertet werden. Somit müssten 40 Millionen Euro mit 15 Prozent besteuert werden. Die dann anfallende Summe in Höhe von sechs Millionen wollen die Bayern jedoch nicht zahlen, deshalb will der FCB eine andere Lösung haben.

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