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Bayerns Poker um Martinez: Hoeneß stimmt 40-Millionen-Deal zu

Javi Martinez ist der Wunschspieler von Bayern München und ein Wechsel scheint nahe, doch noch fehlt die Unterschrift. In den nächsten Tagen wird es sich entscheiden.

München. Bayern München und Javi Martinez. Der Transferpoker ist noch nicht beendet, auch wenn eine Verpflichtung sehr nah scheint, fehlt noch immer die endgültige Unterschrift. Athletic Bilbao beharrt auf die hohe Ablöse und Uli Hoeneß erklärte nun, der Aufsichtsrat habe dem Deal zugestimmt.

„Wirtschaftlich können wir uns das leisten“

Rund 40 Millionen soll der Mittelfeldstratege des baskischen Riesen kosten. Das sei zwar wirklich „Wahnsinn, das muss man deutlich sagen“, doch „wenn man in ganz Europa auf eine bestimmte Position schaut und immer wieder auf dieselben ein, zwei, drei Spieler kommt, muss man irgendwann eine Entscheidung treffen“, wie Uli Hoeneß am Donnerstag zu Protokoll gab. Die Bayern haben sich nun für den Riesentransfer entschieden, doch dieser sei finanziell kein Risiko, wie Hoeneß dem TV-Sender Sky offenlegte: „Wirtschaftlich können wir uns das leisten. Und dafür haben wir jahrzehntelang hier gearbeitet, dass man auch so einen Transfer nicht in die Kreditabteilung geben muss.“



Martinez soll starker Sechser werden

Mit dem Wechsel des schnellen und robusten Basken will Bayern wieder die eigenen großen sportlichen Ziele erreichen. Der kopfballstarke Mittelfeldakteur ist der Wunschspieler des Spanienkenners Jupp Heynckes und des neuen Vorstand Sport, Matthias Sammer. Er soll vor allem dem Spielaufbau zugutekommen und in der Schaltzentrale wirken. Die Bayern haben auf der so wichtigen Sechserposition lediglich Bastian Schweinsteiger und den offensiv etwas stärkeren Toni Kroos zur Verfügung. Die anderen beiden Alternativen Luiz Gustavo und Anatoli Timoschtschuk werden von den Bossen als international zu berechenbar abgegolten.

„Ich denke, wir werden in den nächsten Tagen erfahren, ob es klappt oder nicht“

Uli Hoeneß hofft auf einen baldigen Vollzug des Transfers: „Ich denke, wir werden in den nächsten Tagen erfahren, ob es klappt oder nicht. Ich würde mich sehr freuen, wenn das klappen könnte.“ Um die Wünsche des Präsidenten zu erfüllen, greifen die Bayernbosse auf ihr Festgeldkonto zurück, auf dem sich mehrere Millionen befinden sollen. Nach Mario Gomez und Franck Ribery würden sie den teuersten Transfer der Vereinsgeschichte tätigen. Der Welt- und Europameister, der die spanische U-21 maßgeblich zum EM-Titel trug, wäre auch der bisher teuerste Transfer der Bundesligahistorie.



Hoeness: Respekt für Bilbao und Martinez

Noch am Mittwochabend hatte Matthias Sammer verkündet, nicht das Konto plündern zu wollen und dass er nicht bereit sei, eine Rekordablöse zu zahlen. Doch Bilbao blieb stur und wich nicht von der eigenen Position ab. Auch Hoeneß zeigte sich beeindruckt von der Verhandlungstatktik der Basken: „Ich muss den Hut ziehen für ihre Taktik, dass sie stur geblieben sind, bis zum letzten Tag, dass sie nie eingeknickt sind. Sie haben immer gesagt: Dieser Betrag oder keiner.“ Auch der nach Informationen der Bild angebotene Gehaltsverzicht von insgesamt rund zehn Millionen Euro beeindruckt Hoeneß: „Offensichtlich hat er das angeboten. Allein die Tatsache, dass er das in seine Überlegungen einbezieht, ist eine feine Sache.“

EURE MEINUNG: Ist der Wechsel von Martinez der richtige Schachzug der Bayern, um wieder große Erfolge zu feiern?
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