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Der Zusammenprall mit Argentiniens Garay setzte Kramer im WM-Finale außer Gefecht. Dass der 23-Jährige noch einige Minuten weiterspielen konnte, überrascht ihn selbst.

Berlin. Weltmeister Christoph Kramer hat von dem Zusammenprall mit dem Argentinier Ezequiel Garay im WM-Finale keine schlimmere Verletzung davongetragen. Sein Arzt habe eine Gehirnerschütterung mit einer damit verbundenen Amnesie und eine Prellung des Kiefers diagnostiziert, sagte Kramer der Bild am Sonntag: "Ich habe mich komplett medizinisch durchchecken lassen. Jetzt habe ich endgültig die Gewissheit, dass alles gut ist."

Nach dem Final-Blackout hatte sich der 23-Jährige das Spiel noch einige Male angesehen, aber die Erinnerungslücken blieben: "Ich hatte noch immer die Hoffnung, dass ein paar Bilder zurückkommen würden, aber da kam nichts. Ab dem Zusammenprall weiß ich nichts mehr, bis ich in der Kabine aufgewacht bin. Dass ich noch so lange weitergespielt habe, davon weiß ich gar nichts mehr und ich hab mich selbst total gewundert, wie ich noch so lange weiterspielen konnte", sagte Kramer, der in der 17. Minute im Strafraum mit der Schulter hart am Kopf getroffen und in der 32. ausgewechselt worden war.

Den Rücktritt seines WM-Kapitäns Philipp Lahm könne Mittelfeldspieler Kramer nachvollziehen, auf dem absoluten Höhepunkt der Karriere zu gehen. Lahm habe über Jahre hinweg ein Pensum an Spielen abgerissen, das unfassbar sei.

Ein Wechsel zum italienischen Erstligisten SSC Neapel kommt derweil für Kramer, der bis 2015 als Leihgabe von Bayer Leverkusen für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga spielt, nicht in Frage: "Kontakt gab es. Solch ein Angebot ist immer interessant. Aber die Frage stellt sich mir im Moment eigentlich gar nicht." Der Klub-Boss Aurelio De Laurentiis des Serie-A-Dritten der vergangenen Saison hatte das Interesse an dem Weltmeister bestätigt.

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