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Joachim Löw fordert besonderen Schutz der Offensivspieler

Im Vorfeld des Halbfinales forderte der DFB-Coach die Unparteiischen dazu auf, bei harten Fouls härter durchzugreifen. Außerdem kündigte er keine großen Veränderungen an.

Belo Horizonte. Bundestrainer Joachim Löw hat nach der brutalen Attacke gegen Brasiliens Superstar Neymar einen besonderen Schutz der Offensivspieler gefordert. "Ich hoffe, dass diese Brutalität unterbunden wird. Sonst haben wir bald keine Neymars, Götzes, Messis oder Reus' mehr, sondern nur noch Spieler, die das Spiel zerstören", sagte Löw vor dem WM-Halbfinale am Dienstag (22.00 Uhr MESZ/im LIVE-TICKER) in Belo Horizonte gegen Brasilien.

Er wolle seine Kritik an den Schiedsrichtern nicht verallgemeinern. Aber gerade beim Viertelfinale zwischen Kolumbien und Brasilien habe es "viele Fouls von hinten" gegeben, führte Löw weiter aus: "Da muss man gerade die Offensivspieler schützen. Ich kann es nicht für gut halten, wie das abgelaufen ist. Vor dem Turnier wurde angesprochen, wie welche Aktionen zu ahnden sind. Und ich gehe davon aus, dass das jetzt auch so gehandhabt wird." In Europa wäre ein solches Spiel nicht mit 22 Spielern zu Ende gegangen.

"Hervorragende Energie"

Auf 22 Spieler kann Löw gegen Brasilien jedenfalls zurückgreifen. Einzig Shkodran Mustafi, der sich gegen Algerien schwerer verletzt hatte, steht dem Bundestrainer nicht zur Verfügung. Zu möglichen Veränderungen in der Startelf hielt sich der 54-Jährige bedeckt: "Wir wollen uns nicht nach dem Gegner richten, nicht so viel umstellen und auch nicht Dinge machen, die wir sonst nicht machen." Des Weiteren sei eine "Engergie innerhalb der Manschaft" zu spüren, die "seit vielen Wochen hervorragend" ist.

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