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Der "Linksverteidiger" weiß, dass der DFB vor allem bei Turnieren eine gute Figur abgibt und glaubt auch deshalb an einen Finaleinzug gegen den Gastgeber.

Santo Andre. Nationalspieler Benedikt Höwedes sieht dem Halbfinale gegen WM-Gastgeber Brasilien am Dienstag (22.00 Uhr im Liveticker) optimistisch entgegen. "Wir arbeiten und kämpfen für unseren Traum, und da stehen wir am Dienstag wieder vor einer ganz schweren Aufgabe. Ich habe von Anfang an mit Brasilien als Gegner gerechnet", sagte der Abwehrspieler des Bundesligisten Schalke 04 im Interview im kicker.

Die Brasilianer würden über einen großen, starken Kader verfügen, so wie das deutsche Team. "Sie werden die Ausfälle der beiden Spieler (Neymar und Thiago Silva, d. Red.) kompensieren können", ergänzte Höwedes, glaubt aber dennoch an den Sprung ins Finale. "Wir haben noch immer kein perfektes Spiel gemacht, aber wir nähern uns an. Deutschland war immer eine Turniermannschaft. Das sind wir auch diesmal."

Höwedes ist glücklich über die Tatsache, sämtliche WM-Spiele in der Startformation gestanden zu haben. "Ich hätte nie gedacht, dass ich als linker Verteidiger eine Weltmeisterschaft spiele. Jetzt bin ich in jeder Partie dabei, da ist doch klar, dass ich super happy bin. Jeder kleine Junge träumt von der Weltmeisterschaft, und dann noch in Brasilien", so der 26-Jährige.

Löws "andere Idee geht ganz gut auf"

Er sei dankbar, dass Bundestrainer Joachim Löw nach der schweren Muskelverletzung während der Saison auf ihn gewartet und auf ihn gesetzt habe. "Ich versuche, dieses Vertrauen mit jedem Spiel zurückzuzahlen und der Defensive Stabilität zu geben", sagte Höwedes, der allenfalls mit einem Einsatz als rechter Verteidiger gerechnet hat. "Aber der Trainer hatte eine ganz andere Idee, und bislang geht diese auch ganz gut auf."

Zur Umstellung von Philipp Lahm, der im Viertelfinale gegen Frankreich (1:0) erstmals bei der WM auf seiner angestammten Position als rechter Verteidiger aufgeboten war, meinte Höwedes: "Philipp spielt etwas anders, als es ein Innenverteidiger tun würde, und er ist auch etwas offensiver eingestellt. Für das Spiel gegen Frankreich war es gut." Und was im Halbfinale passiere, da müsse man den Trainer fragen. "Ich werde die Mannschaft nicht aufstellen."

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