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Nach Foul an Neymar: Morddrohungen an Zuniga

Nachdem er Neymar im WM-Viertelfinale schwer verletzt hat, sieht sich der Kolumbianer Morddrohungen ausgesetzt, beteuert aber, nicht mit Absicht gehandelt zu haben.

Fortaleza. Kolumbiens Nationalspieler Juan Zuniga hat nach seiner folgenschweren Attacke gegen Brasiliens Superstar Neymar Morddrohungen erhalten. Der 28-Jährige wurde in den sozialen Netzwerken zudem als "Monster" und "größter Verbrecher in der Fußball-Geschichte" bezeichnet.

Zuniga hatte Neymar in der 88. Spielminute des WM-Viertelfinalspiels gegen den Gastgeber (1:2) mit dem Knie und voller Wucht im Lendenwirbelbereich getroffen. Der Starspieler vom FC Barcelona erlitt eine Fraktur eines Querfortsatzes, für den 22-Jährigen ist die WM vorzeitig beendet.

"Ich wollte ihn nie verletzen", sagte Zuniga bereits dem brasilianischen TV-Sender Globo: "Wenn ich auf dem Feld stehe, tue ich alles, um mein Land und das Trikot, das ich trage, zu verteidigen - aber immer ohne die Absicht, jemanden zu verletzen."

Ronaldo schickt Neymar SMS

Neymar hat indes eine aufmunternde SMS von Landsmann und Fußball-Idol Ronaldo erhalten. "Ich habe ihm geschrieben, dass die ganze Nation stolz auf ihn ist und dass wir die WM für ihn gewinnen werden", sagte der Weltmeister von 1994 und 2002 am Samstag. Weiter meinte Ronaldo, Zunigas Foul sei eine "brutale Attacke" gewesen und unterstellte dem Verteidiger sogar die Absicht, Neymar verletzten zu wollen.

In Neymar (4 WM-Tore) hätte die Selecao zwar "eine sehr wichtige Figur" fürs Spiel verloren, dennoch blickte Ronaldo optimistisch auf das Halbfinale am Dienstag in Belo Horizonte gegen Deutschland: "Wenn die Deutschen glauben, Brasilien wäre jetzt schwach, dann machen sie einen großen Fehler. Brasilien war noch nie ein Spieler alleine." Der WM-Gastgeber sei immer noch der Favorit auf den Titel, betonte Ronaldo.

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