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Belgiens "Goldene Generation" ist gegen erfahrenere Argentinier ausgeschieden, wie Daniel van Buyten meint. Deutschland sieht der Ex-Bayern-Profi stärker als die Albiceste.

Brasilia. Erstmals seit 1990 zog Argentinien durch den Sieg gegen Belgien ins Halbfinale der WM ein. Gegen die Roten Teufel lieferten Lionel Messi und Co. eine souveräne, wenn auch wenig glanzvolle Leistung ab. Nichtsdestotrotz ist Nationaltrainer Alejandro Sabella stolz auf seine Elf.

"Das war unser bestes Spiel, wir haben ausgeglichen und gut gespielt", lobte der Fußballlehrer und meinte: "Das ist eine große Freude für die Mannschaft. Ich freue mich für die Menschen, meine Familie und jeden, der mich unterstützt hat."

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: Nach einer halben Stunde muss Angel di Maria verletzt ausgewechselt werden. "Die Verletzung ist wirklich bitter für uns. Wir müssen abwarten, was mit ihm ist."

Van Buyten: "Uns hat die Erfahrung gefehlt"

Ernüchterung herrscht dagegen bei den Roten Teufeln. "Uns hat nur die Erfahrung gefehlt", urteilte Routinier Daniel van Buyten im ZDF. Mit Voraussicht auf das Finale sagte der Ex-Bayern-Profi: "Spielt Deutschland gegen Argentinien, dann setze ich alles, was ich habe, auf Deutschland. Deutschland würde Argentinien locker schlagen."

Abwehrkollege Vincent Kompany richtet seinen Blick noch weiter nach vorne, betonte aber ebenso wie van Buyten, dass Erfahrung ein Faktor gewesen sein könnte: "Wir haben die jüngste Mannschaft des Turniers, das dürfen wir nicht vergessen. In Russland haben wir vielleicht mehr Glück, auf jeden Fall aber mehr Erfahrung", so der Innenverteidiger gegenüber Sporza.

Auch Belgien-Trainer Marc Wilmots sprach von der Cleverness des Gegners und zog insgesamt ein positives Fazit: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Die Argentinier haben viel Zeit geschunden, das hat der Schiedsrichter durchgehen lassen. Wir haben alles probiert, um zurückzukommen. Insgesamt war es ein gutes Turnier von uns, ich bin stolz auf meine Spieler."

Über seine Zukunft hat der Verteidiger noch keine Entscheidung getroffen. "Es gibt viele Anfragen. Ich werde aber erst einmal alles mit meiner Frau und meiner Familie besprechen und in Ruhe überlegen." Der Vertrag des Innenverteidigers beim deutschen Rekordmeister Bayern München war am 30. Juni ausgelaufen. Bereits vor der WM in Brasilien hatte van Buyten angekündigt, dass er seine Karriere in der Nationalmannschaft nach dem Turnier beenden werde und "Platz für die Jugend" machen wolle.

Für Argentinien zählt dagegen das Hier und Jetzt. Der Gegner der Gauchos im Halbfinale wird zwischen Überraschungsteam Costa Rica und der Niederlande ermittelt.

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