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"Wahnsinn" und "Wohoooooo": Internetgemeinde feiert deutsche Helden

Nach dem 1:0 gegen Frankreich im WM-Viertelfinale brachen in den sozialen Medien alle Dämme. Der Held des Tages: Torschütze Mats Hummels.

Sao Paulo. Topmodel-Mutti Heidi Klum zitterte vor dem Fernseher, Formel-1-Spitzenreiter Nico Rosberg an der Rennstrecke und auch die Bundesregierung lobte sofort die deutschen Helden des Tages: Nach dem 1:0 (1:0) der Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale gegen Frankreich brachen in den sozialen Netzwerken alle Dämme.

"Jaaaa! Super Spiel, Jungs!! Jetzt ist alles drin!!", twitterte Rosberg, der kurz vor dem Halbfinaleinzug der DFB-Elf noch im Cockpit um die Rennstrecke in Silverstone gerast war und die Partie im Khedira-Trikot im Fahrerlager verfolgte. Heidi Klum, ebenfalls im deutschen Dress, schrie per Internet schon zur Halbzeitpause ein "Wohoooooo" in die Welt hinaus und Regierungssprecher Steffen Seibert schrieb stellvertretend: "Hummels! Neuer! Die Reise geht weiter."

Der überragende Innenverteidiger Mats Hummels sowie Torwart Manuel Neuer, der in der Schlussminute den Sieg mit einer starken Parade gegen Karim Benzema gesichert hatte, wurden nur Minuten nach dem Schlusspfiff frenetisch gefeiert. Sofort machte ein Bild der weltberühmten Christo-Statue in Rio de Janeiro die Runde - mit Neuers Gesicht.

Nowitzki gratuliert aus den Staaten

Basketball-Superstar Dirk Nowitzki gratulierte: "Glückwunsch, Jungs! Vier Halbfinals in Serie...Wahnsinn", Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder schickte einen hämischen Gruß an die Franzosen: "Rien ne va plus" - Nichts geht mehr. Der Schweizer FIFA-Boss Joseph S. Blatter gratulierte dagegen brav und unspektakulär: "Glückwunsch Deutschland", aus den USA schickte Popstar Rihanna "Congrats" nach Rio de Janeiro.

Bereits nach Hummels Treffer in der 13. Minute jubelten die DFB-Edelfans um die Wette. Der verletzte BVB-Stürmer Marco Reus twitterte einfach seinen Jubelschrei ("Maaaaaaaaaaaaaats"), Ex-Nationalspieler Arne Friedrich schrieb in Anspielung auf die zweifelhafte Kolumne von Hummels-Freundin Cathy Fischer: "Dafür bekommt er später eine Soja-Latte!".

Lineker trifft den Nagel auf den Kopf

In Silverstone konnte Rosberg zuvor gerade so den "Angriff" von Romain Grosjean abwehren, der dem Wahl-Monegassen die französische Flagge umhängen wollte. Englands Ex-Nationalstürmer und TV-Experte Gary Lineker beschrieb den Kopfballtreffer treffend: "Hummels pummels his header and Germany lead" (Hummels prügelt seinen Kopfball rein und Deutschland führt).

Den Spott der Internetgemeinde bekam schon vor dem Anpfiff der von Löw überraschend aussortierte Per Mertesacker zu spüren, der laut einer Vielzahl von Twitter-Usern noch in der Eistonne liege, oder sich dort schlichtweg erkältet habe.

Der Innenverteidiger hatte nach dem Achtelfinalsieg gegen Algerien (2:1 n.V.) mit einer patzigen Wutrede im ZDF-Interview für Schlagzeilen gesorgt und gesagt: "Ich lege mich jetzt drei Tage in die Eistonne, dann analysieren wir das Spiel, und dann sehen wir weiter".

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