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Der Innenverteidiger entschied einen Kraftakt gegen hartnäckige Franzosen mit einem Kopfballtor. Die Erleichterung war groß - doch der Weg soll noch nicht beendet sein.

Rio de Janeiro. Hart musste Deutschland im Glutofen Maracana arbeiten, um Frankreich nach 90 Minuten mit 1:0 zu bezwingen. Dank eines Kopfballtreffers von Mats Hummels steht die DFB-Elf damit im Halbfinale der WM gegen Brasilien.

"Es ist der nächste Traum, der in Erfüllung gegangen ist", freute sich der Siegtorschütze im Nachgang bei der ARD. Auf sein Durchsetzungsvermögen beim entscheidenden Treffer angesprochen, antwortete der Dortmunder mit einem Augenzwinkern: "Ich bin nicht umsonst so schwer. Da muss ich wenigstens Kraft haben, wenn ich schon nicht der leichtfüßige Typ bin."

Wenngleich Hummels zugab, nach dem Kraftakt ziemlich ausgelaugt zu sein, gab er die Marschroute Richtung Titel vor: "Ich hoffe, dass unser Weg noch nicht zu Ende ist und wir in neun Tagen hier noch einmal antreten dürfen."

Neuer trocken: "Sind Automatismen"

Als zweiter absoluter Sieggarant für Deutschland entpuppte sich ein erneut glänzend aufgelegter Torhüter Manuel Neuer. Allerdings blieb der 28-Jährige bescheiden, als er seine Glanztat gegen Karim Benzema in letzter Sekunde kommentieren sollte: "Das sind Automatismen. Ich muss nur die kurze Ecke zu haben. Wenn er dort rein geht, ist es ein Torwartfehler", so Neuer.

Im Vergleich zum Achtelfinale gegen Algerien attestierte der Bayern-Keeper seinen Vorderleuten, "guten Fußball gezeigt" zu haben. Die Leistung des gesamten Teams sei "halbfinalwürdig" gewesen.

Lahm: Brutale Hitze

Kapitän Philipp Lahm verwies vor allem auf die enorme Hitze, die den Spielern zugesetzt habe. "Es war brutal warm, gerade in der Sonne war es unglaublich." Dennoch blickte der 30-Jährige auf eine "gute Leistung" zurück. "Beide haben gut organisiert gestanden. Es treffen einfach zwei gute Mannschaften aufeinander, das ist ein 50:50-Spiel", bilanzierte Lahm.

Auch Joachim Löw musste eingestehen, dass seine Schützlinge nach dem Kraftakt "schon richtig platt" seien. "Das Spiel ging hin und her und wurde intensiv geführt. Dann ist es klar, dass die Spieler irgendwann todmüde sind."

Zu seinen Änderungen in der Startaufstellung gab der Bundestrainer zu Protokoll: "Die Mannschaft war nicht überrascht, denn sie kennt verschiedene Planspiele von mir." Und trotz teilweiser Probleme mit langen Bällen des Gegners habe das DFB-Team die Aufgabe insgesamt "klasse gelöst."

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