thumbnail Hallo,

Frankreichs Nationaltrainer hat mit Les Bleus am Zuckerhut noch Einiges vor, das Achtelfinale gegen Nigeria sei noch nicht das Ende.

Brasilia. Frankreich hat sich im Achtelfinale gegen Nigeria zu einem letztlich verdienten 2:0-Sieg gearbeitet und steht damit im Viertelfinale der WM in Brasilien. Trainer Didier Deschamps war nach Schlusspfiff erleichtert, will nun jedoch mehr erreichen.

"Den Einzug ins Viertelfinale werden wir erst einmal auskosten", kündigte der 45-Jährige laut SID an, blies aber gleichzeitig zur Attacke: "Das Turnier ist für uns noch nicht zu Ende, es war nur eine weitere Etappe." In der Runde der letzten Acht könnten Les Bleus nun auf die DFB-Elf treffen, die am Montagabend gegen Algerien (ab 22 Uhr im LIVE-Ticker) gefordert ist.

Sprachloser Pogba

Paul Pogba, mit seinem Führungstreffer Initiator des Sieges, beschwor den Pathos: "Eine ganze Nation steht hinter uns. So für mein Team und mein Land zu treffen, ist einfach unglaublich. Dafür gibt es keine Worte." Mit Blick auf die (möglichen) nächsten Aufgaben meinte er: "Wieso sollten wir Angst vor Deutschland haben? Wir haben vor niemandem Angst. Wir sind Frankreichs Nationalmannschaft. Wir werden gegen jeden Gegner spielen und wir treten an, um zu gewinnen. Wir werden immer alles geben."

"Natürlich würde ich gerne gegen Brasilien spielen. Ich erinnere mich noch an das Duell Frankreich gegen Brasilien 1998, Das habe ich als Kind geschaut und es gibt eine schöne Rivalität. Es wäre toll, wieder auf sie zu treffen. Aber wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen", so der Juve-Star weiter zu einem möglichen Halbfinale gegen den Gastgeber.

Bei den Nigerianern überwog dagegen trotz des ordentlichen Abschneidens die Enttäuschung. "Es ist sehr schade, dass wir dieses Spiel verloren haben. Das haben wir nicht verdient", fand Trainer Stephen Keshi, dessen Team sich über weite Strecken als ebenbürtiger Gegner erwies, zwischen der 60. und 70. Minute gar drauf und dran war, die Partie an sich zu reißen.

Doch in der Schlussphase ging den Super Eagles die Puste aus. Keshi fand dennoch versöhnliche Worte zum Abschluss. "Natürlich glaube ich, dass wir gezeigt haben, dass wir zu den besten Teams gehören."

Dazugehörig