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Gegen die USA hat Deutschland den Gruppensieg eingetütet. Bastian Schweinsteiger überzeugte bei seiner Rückkehr - schwieg gegenüber der Presse aber weiter.

Recife. Mit einem 1:0-Sieg im Regen von Recife hat Deutschland sich das Ticket für das WM-Achtelfinale und den Gruppensieg in Gruppe F gesichert. Gegen die von Jürgen Klinsmann extrem defensiv eingestellten US-Amerikaner entwickelte sich ein Geduldspiel, das Thomas Müller erst nach einem Standard in der zweiten Halbzeit mit seinem vierten WM-Treffer beendete.

"Wir waren die ganz klar feldüberlegene Mannschaft. Vor allem am Anfang haben wir das sehr gut gemacht. Dann war es nicht so einfach, die Amerikaner haben sich sehr tief zurückfallen lassen. Es war ein gelungenes Spiel. Man hat zwar nur 1:0 gewonnen, aber das nehme ich gerne mit“, bilanzierte Müller im ZDF den Arbeitssieg gegen die Männer von Jürgen Klinsmann. 

Löw: "Er hat dieses Gefühl, wo er hinlaufen muss"

Mit seinem vierten Turnier-Treffer sorgte der Bayern-Angreifer für das Tor des Tages – und zeigte außerdem, dass er auch aus der gefühlvoll aus der Distanz treffen kann: „Ich habe mich aufs lange Eck konzentriert, und da ging er hin“, kommentierte Müller kurz und knapp sein Tor. Auch Joachim Löw hatte eine kompakte Erklärung dafür parat, dass Müller in seinem neunten WM-Spiel den neuntenTreffer erzielte:  „Er hat dieses Gefühl, wo er hinlaufen muss.“

Weniger erbaut war Löw mit der Verwertung der wenigen Chancen, die sich gegen das US-Bollwerk ergaben: „Wir haben es ein bisschen versäumt, den letzten Pass im letzten Drittel zu spielen. Dann hätten wir heute zwei, drei Tore mehr machen können.“ Während der eingewechselte Schweinsteiger im Mittelfeld dirigierte und am Kreiieren von Gelegenheiten beteiligt war, blieb Flügelspieler Podolski blass :„Ich wollte Sami Khedira eine Pause geben. Lukas war bemüht, hat aber keine richtige Bindung gefunden“, sagte Löw über seine beiden Hereinnahmen.

Schweinsteiger spielt  - und schweigt weiter

Bastian Schweinsteiger selbst schwieg auch nach Abpfiff weiter gegenüber den Journalisten, wie er es schon seit Turnierbeginn tat. „Das müssen sie ihn fragen“, sagte Mesut Özil von Pressevertretern nach der Stille des Bayern-Leaders befragt. "Er hat ein gutes Spiel abgeliefert, wir können zufrieden sein, dass wir soviele gute Spieler haben", so Özil weiter, der mit seiner Rolle auf rechts nicht hadern wollte. "Jeder weiß, dass meine Lieblingsposition auf der 10 ist. Aber jetzt geb ich dort Gas!"

Nach dem Einzug ins Achtelfinale betonte der Arsenal-Legionär aber auch selbstbewußt, dass dort keineswegs Endstation sein soll: "Wir sind nicht hier, um ins Achtelfinale einzuziehen. Wir wollen Weltmeister werden." Dass dazu mehr Torchancen als gegen die mauernden US-Amerikaner kreiirt werden müssen, war den meisten Beteiligten klar. Vorerst zeigte sich Löw mit der soliden Spielanlage aber zufrieden.

„Wir haben aus einer guten Organisation gespielt. Haben bis auf die Endphase kaum Chancen zugelassen“, resümierte Löw weiter. Abwehrchef Mats Hummels hatte eine "konzentrierte", aber „keine überragende Leistung“ der DFB-Elf gesehen, gegen einen zumindest athletisch starken Gegner: "Wir wissen, dass die USA richtig gut sind. Die Qualität der Mannschaften bei der WM ist zu hoch, als dass man von einfachen Spielen reden könnte."

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