thumbnail Hallo,

Nach dem vorzeitigen WM-Aus wird allseits das Ende der spanischen Dominanz verkündet - Sergio Ramos will davon aber nichts wissen. Es gehe nun weiter, Ausreden brauche man keine.

Madrid. Sergio Ramos hat mit der spanischen Nationalmannschaft den totalen Schiffbruch erlitten und muss als amtierender Welt- und Europameister die WM in Brasilien nach der Vorrunde verlassen. Der Innenverteidiger von Real Madrid sucht nicht nach Ausreden, betont aber auch die ruhmreiche Vergangenheit. Zudem hofft er auf den Verbleib von Trainer Vicente del Bosque.

"Wir waren nicht gut genug, nicht schnell genug, nicht reaktionsfähig genug. Aber wenn ich höre, wir wären ausgelaugt gewesen, ausgebrannt nach unseren Wahnsinnserfolgen in der Champions und Europa League, nach der spannenden Meisterschaft, dann sind das Ausreden", so Ramos in der Sport Bild.

"Irgendwann musste es passieren"

"Man muss auch verlieren können und dabei Größe zeigen, keine Ausreden suchen. Ausreden sind für Verlierer. Wir sind aber keine Versager", stellte der 28-Jährige klar und erklärte zum Ausscheiden lakonisch: "Irgendwann musste so was eben mal passieren. Und nun ist es passiert."

"Natürlich tut es unheimlich weh. Aber diese Mannschaft hat Fußballgeschichte geschrieben. Das ist unanfechtbar", so Ramos, der mit Spanien zwei Europameisterschaften und eine Weltmeisterschaft gewann. Nun seien die Iberer "auf die Schnauze gefallen" - die Zukunft gehöre aber weiter dieser Mannschaft.

"Das ist nicht das Ende"

"Das ist nicht das Ende, nur ein "Reset“, eine Rückbesinnung. Wir machen weiter, wollen wieder alles gewinnen", so Ramos' Kampfansage an die Konkurrenz. Der Resetknopf soll nach Wunsch des Defensivmanns gemeinsam mit dem Erfolgstrainer betätigt werden: "Ich hoffe, dass del Bosque als Nationaltrainer bleibt, obwohl es letztlich seine Entscheidung ist."

"Er ist ein guter Fußballlehrer und ein guter Mensch, der viel geleistet hat. Das darf man jetzt nicht einfach vergessen. Keiner kann uns nehmen, was wir seit 2008 geleistet haben", so Ramos, der mit Spanien als fünfter Weltmeister nach Italien (1950 und 2010), Brasilien (1966) und Frankreich (2002) nach der Gruppenphase die Segel strich.

Dazugehörig