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Der 9. WM-Tag in Zahlen: Von Versagern und Vorzeichen

Der neunte Spieltag der WM hatte nicht nur eine Überraschung parat. Die Italiener basteln an einer Serie, Honduras ebenfalls. Frankreich ist nah am Titel.

Sao Paulo. Der neunte Spieltag der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien hatte nicht nur eine Überraschung parat. Die Italiener basteln gegen Costa Rica an einer Serie, Honduras zieht gegen Ecuador nach. Frankreich ist derweil nach dem Sieg über die Schweiz nah am Titel. Der neunte Tag der WM in den OPTA-Zahlen.

Zweitspiel-Versager: Italien konnte bei den letzten vier Weltmeisterschaften das zweite Gruppenspiel nicht für sich entscheiden. Am 8. Juni 2002 setzte es eine 1:2-Niederlage gegen Kroatien, am 17. Juni 2006 ein 1:1 gegen die USA, sowie am 20. Juni 2010 ebenfalls ein 1:1 gegen Neuseeland. Das Debakel gegen Costa Rica fügt sich also bestens ein in die WM-Geschichte der Italiener.

Historisch: Trainer Jorge Luis Pinto betitelte den Sieg gegen Italien als "historischen Tag für unser Land". Damit lag er bei weitem nicht falsch. Die letzte Mannschaft aus Costa Rica, die die Vorrunde überstand, tat dies 1990. Damals setzte man sich in einer Gruppe mit Brasilien, Schweden und Schottland durch, musste allerdings im anschließenden Spiel gegen die Tschechoslowakei die Segel streichen.

Stellungsspiel-Versager: Ganze elf Mal stand die Offensive der Mannschaft von Cesare Prandelli gegen Costa Rica im Abseits. Das ist nicht nur Höchstwert bei dieser WM, sondern auch gleich fast viermal so oft wie der Gegner. Absoluter Spitzenreiter - wie sollte es anders sein: Mario Balotelli mit drei Abseitsstellungen.

Debakel: Drei Gegentore in einer Halbzeit. Was für manche Nationen, beispielsweise Spanien, nicht unbedingt ungewohnt ist, ist der Schweiz durchaus neu. Das ist ein Gegentreffer mehr als bei insgesamt acht WM-Partien zuvor. Hätte Frankreich zudem nur ein Tor mehr geschossen, hätten die Eidgenossen in einem Spiel ebenso viele Buden kassiert, wie in der ganzen WM-Qualifikation.

Gebührend gefeiert: Das 1:0 durch Olivier Giroud war das 100. WM-Tor Frankreichs. Les Bleus ließen es sich nicht nehmen, den Treffer gebührend zu feiern und zeigten gleich zwei Torjubel. Dazwischen lag allerdings noch ein Treffer. Innerhalb von 67 Sekunden hatte man nämlich den schnellsten Doppelschlag dieser WM perfekt gemacht.

Omen: Ein einziger Sieg fehlt Frankreich noch zum WM-Titel. Das sagt zumindest die Statistik. Als Frankreich zuletzt alle drei Spiele der Gruppenphase gewann, wurden sie Weltmeister. Gleichzeitig gelangen den Franzosen auch zum ersten Mal seit 1998 wieder zwei Siege aus den ersten drei Partien.

Entweder oder: Keines der bisher neun ausgetragenen Spiele von Ecuador endete mit einem Unentschieden. Entweder es wird gewonnen oder es wird verloren. Die Bilanz könnte man dieses Jahr allerdings noch aufhübschen: Vier Siegen stehen fünf Niederlagen gegenüber.

WM-Versager: Auch der Gegner könnte durchaus an seiner Statistik feilen. Honduras bleibt bei WM-Endrunden weiterhin sieglos. In acht Partien setzte es fünf Niederlagen, immerhin wurden dreimal die Punkte geteilt. Immerhin traf man erstmals seit 1982 wieder ins richtige Tor. Wobei das auch nicht viel hilft: In allen drei Spielen, in denen Honduras traf, gelang letztlich auch nur dieser eine Treffer.

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