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Mourinho schießt gegen Spanien

Das frühe Ausscheiden des Titelverteidigers sorgt für Häme. Chelsea-Trainer Mourinho hat die Gründe bereits ausfindig gemacht.

London. Das frühe Ausscheiden von Weltmeister Spanien nach Niederlagen gegen die Niederlande (1:5) und Chile (0:2) sorgt für Häme. Chelsea-Trainer Jose Mourinho hat die Gründe bereits ausfindig gemacht.

Der Portugiese erklärte als Experte bei Yahoo, die Spanier spielen "vorhersehbar, langsam und langweilig." Er will jedoch die Leistung von Chile nicht schmälern: "Man muss mit einer Mannschaft, die sich in einer Gruppe mit den Niederlanden und Spanien für das Achtelfinale qualifizitiert hat, fair sein. Das war eine unglaubliche Leistung, sie waren viel besser, das muss man anerkennen."

Den Grund dafür sieht er besonders im Trainer. Jorge Sampaoli, so Mourinho, habe die "richtige Idee des Fußballspielens, viel Leidenschaft, vorbildliche Mentalität und Arbeitswille." Dies in Kombination mit "hochtalentierten Spielern, besonders Alexis Sanchez, Eduardo Vargas und Arturo Vidal", sei entscheidend gewesen.

Spanien mit taktischen Schwächen

Spaniens Ausscheiden sei jedoch nicht nur am Spiel gegen Chile festzumachen. Bereits gegen die Niederlande hätten die Iberer nicht das bekannte Niveau abgerufen. Mourinho dazu: "Die Überraschung ist, dass Spanien zwei Spiele innerhalb von vier Tagen gegen zwei Mannschaften mit einer identischen Aufstellung bestreitet und keine Ideen findet. Das ist absolut genial."

Spanien habe keine Änderungen vorgenommen, sei ein zweites Mal direkt in die Falle getappt. Der Chelsea-Trainer ist enttäuscht: "Ich habe keine alternative Strategie gesehen, sie haben die Räume auf den Außen nicht gesucht. Spanien hat nur Pedro für die Flügel, eventuell noch Jordi Alba. Deshalb wirkt das Spiel vorhersehbar, langsam und langweilig. Man muss nicht viel sagen: Das hat die letzten sechs Jahre fantastisch geklappt, diesmal war es das verdiente Ausscheiden."

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