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Der 7. WM-Tag in Zahlen: Timing und das Debakel mit Ansage

Während mehrere Teams am 7. WM-Tag gutes Timing bewiesen, kam Spaniens Debakel mit Ansage. Eine Bayern-Serie ist beendet, Kameruns Pleitenserie geht in zweierlei Hinsicht weiter.

Sao Paulo. Der siebte WM-Tag stand ganz im Zeichen des richtigen Timings. Ivica Olic beendete seine Durststrecke, und Chile sowie die Niederlande ihre Negativserien gegen Spanien beziehungsweise Australien, während die Oranje-Stürmer zum richtigen Zeitpunkt in Topform sind. Außerdem: Das Debakel des Weltmeisters kam mit Ansage, die Serie der Bayern-Spieler ist beendet und Kameruns Pleitenserie geht weiter.

Debakel mit Ansage? Auch schon vor der WM konnte Spanien länger nicht überzeugen. In jetzt keinem seiner letzten 16 Länderspiele gelangen den Iberern mehr als zwei Tore, trotz Gegner wie Weißrussland (2:1), Haiti (2:1), Äquatorialguinea (2:1), Südafrika (0:1) oder El Salvador (2:0).

Timing, die Erste: Nach zehn Spielen ohne Sieg gegen Spanien (zwei Remis, acht Niederlagen) war der 2:0-Erfolg für Chile der erste Sieg gegen den Welt- und Europameister. Spanien dagegen verlor erstmals seit Oktober 2006 zwei Länderspiele hintereinander und startete zum ersten Mal überhaupt mit zwei Niederlagen in eine WM.

Defense wins Championships: In zwei Spielen kassierte Titelverteidiger Spanien bei dieser WM bereits sieben Gegentore, und damit eines mehr, als in den 19 Spielen bei den Titelgewinnen 2008, 2010 und 2012 zusammen.

Bayern-Serie beendet: Mit Javi Martinez hat erstmals ein Spieler des FC Bayern, der auf dem Platz stand, bei dieser WM nicht gewonnen. Arjen Robben (zwei Mal), Xherdan Shaqiri, Manuel Neuer, Jerome Boateng, Philipp Lahm, Mario Götze, Toni Kroos, Thomas Müller, Daniel van Buyten und Mario Mandzukic dagegen durften jubeln.

Timing, die Zweite: Der 3:2-Sieg der Niederlande gegen Australien war der erste Sieg von Oranje gegen die Aussies überhaupt. Zuvor gab es in drei Testspielen zwei Unentschieden und eine Niederlage.

Orangene Torfabrik: Die Niederländer haben in den ersten beiden Gruppenspielen bereits so viele Treffer erzielt, wie Weltmeister Spanien während der kompletten WM 2010 (8). Oranje ist seit nunmehr zwölf WM-Gruppenspielen ungeschlagen (neun Siege, drei Remis).

Timing, die Dritte: Maßgeblichen Anteil an Hollands Torrausch haben Arjen Robben und Robin van Persie. Beide sind zur richtigen Zeit in Topform: Robben erzielte in seinen letzten acht Länderspielen acht Tore, van Persie traf elf Mal in den letzten zehn Spielen mit der Nationalmannschaft. Gemeinsam mit Thomas Müller führen beide die WM-Torjägerliste an.

Aller guten Dinge sind 3? Gegen die Niederlande schrammte Australien knapp an der Sensation vorbei, somit haben die Aussies nach wie vor nur zwei ihrer zwölf WM-Endrundenspiele bislang gewonnen (drei Remis, sieben Niederlagen). Die Chance auf den dritten Sieg gibt es am letzten Spieltag gegen das bereits ausgeschiedene Spanien.

Durststrecke beendet: Exakt 4.393 Tage nach seinem ersten WM-Tor 2002 traf Ivica Olic wieder bei einer Weltmeisterschaft. Nur Michael Laudrup machte eine noch längere Durststrecke durch (4.399 Tage).

Kameruns Pleitenserie: Die Afrikaner gingen beim 0:4 gegen Kroatien sang- und klanglos unter. Damit hat Kamerun nur eines (2:1 gegen Rumänien 1990) von 14 WM-Spielen gegen europäische Teams gewonnen (fünf Remis, acht Niederlagen) und insgesamt seine letzten sechs WM-Spiele verloren. Nur Mexiko (9, 1930-1958), die Schweiz (7, 1954-1966) und El Salvador (6, 1970-1982) erlebten längere Negativserien.

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