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Bastian Schweinsteiger: "Ohne unsere deutschen Tugenden gewinnen wir nichts"

Der Mittelfeldspieler soll rechtzeitig zur WM fit werden und die DFB-Elf zum Titel führen. Dafür will Schweinsteiger den Biss eines Oliver Kahn auf die Mannschaft übertragen.

München. Bastian Schweinsteiger brennt auf die kommende WM in Brasilien. Mit Deutschland will der Mittelfeldspieler den Titel gewinnen. Eine Eigenschaft, die andere Nationen beneiden, vermisste er allerdings in der Vergangenheit.

Im Bild-Interview spricht Schweinsteiger über den unbändigen Willen: "Ich hatte wirklich Glück, dass ich zu Beginn meiner Karriere Spieler wie Oliver Kahn erlebt habe, der einen unglaublichen Willen hatte. Aber auch Jens Jeremies hat mir imponiert. Diese absolute Erfolgseinstellung entwickelt sich mit den Jahren immer mehr. Ich kann deshalb auch ganz klar sagen: Ich bin jetzt mit 29 Jahren noch willensstärker als ich es zu Beginn meiner Karriere war."

Talent allein reiche nicht aus, um ein großer Fußballer zu werden: "Es gibt viele technisch unfassbar gute junge Kicker, die 1000 Mal den Ball hochhalten können, alle Tricks draufhaben. Aber die meisten von ihnen schaffen es dennoch nicht Profi-Fußballer zu werden", fügt Schweinsteiger hinzu.

Klares Ziel

In Brasilien gibt es für Schweinsteiger nur eine Mission: "Wenn wir einen guten Teamgeist entwickeln, dazu unsere fußballerische Qualität abrufen und auch wieder die typisch deutschen Tugenden einbringen, dann werden wir ein sehr gutes Turnier spielen. Der Wille, den Titel zu holen, ist nicht nur bei mir, sondern auch bei den anderen Spielern vorhanden. Wenn jeder mitzieht, ist das ganz Große möglich."

Dazu müsse die DFB-Elf auf deutsche Tugenden bauen: "Die anderen Nationen beneiden uns dafür, dass wir das in uns haben. Dass wir bereit sind, uns füreinander zu quälen. Diese physische Stärke haben wir in der jüngeren Vergangenheit jedoch etwas verloren. Wir sollten uns deshalb auf unsere Tugenden zurückbesinnen. Es wäre schade, diese einfach liegen zu lassen."

"Ohne die Leidenschaft und den Willen – eben unsere typisch deutschen Tugenden – werden wir in Brasilien nichts gewinnen. Es wird ein Turnier der Willenskraft. Wir müssen deshalb Lauf- und Kampfbereitschaft in unser Spiel mit einstreuen", so Schweinsteiger abschließend.

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