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Der Verteidiger der kroatischen Nationalelf wird die kommende WM vor dem Fernseher verfolgen müssen. Die FIFA schloss den Ex-Bundesliga-Profi von der Endrunde in Brasilien aus.

Köln. Der Fußball-Weltverband FIFA hat den langjährigen Bundesliga-Profi Josip Simunic von der WM in Brasilien ausgeschlossen. Der kroatische Nationalspieler ist für seine skandalösen Äußerungen nach dem WM-Playoff-Rückspiel gegen Island (2:0) für zehn Spiele gesperrt worden. Die Sperre greift erst beim Turnier-Einstieg der Kroaten, sodass Simunic unabhängig von der Anzahl der Vorbereitungsspiele nicht bei der Endrunde eingesetzt werden kann. Mario Mandzukic wurde indes nur für ein Spiel gesperrt.

Darüber hinaus belegte die Disziplinarkommission den 35-Jährigen von Dinamo Zagreb für diese zehn Spiele sogar mit einem Stadionverbot sowie einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Schweizer Franken (24.500 Euro).

Simunic hatte nach der geglückten Qualifikation für die WM 2014 am 19. November über das Stadion-Mikrofon die Parole "Za Dom - Spremni!" gerufen. Der umstrittene Ustascha-Gruß heißt übersetzt: "Für die Heimat - bereit!" Die Ustascha war ein 1929 gegründeter Geheimbund, der sich zu einer faschistischen Bewegung entwickelte.

Laut FIFA-Mitteilung kam "die Kommission zum Schluss, dass dieser Gruß diskriminierend sei und die Würde einer Gruppe von Personen u.a. in Bezug auf Rasse, Religion oder Herkunft verletze".

Strafzahlung an die Justiz

Die kroatische Justiz hatte der ehemalige Bundesliga-Profi (Hamburg, Hertha, Hoffenheim) im vergangenen Monat zu einer Strafe von umgerechnet 3.200 Euro verurteilt. Simunic habe "zu Fremdenfeindlichkeit angestiftet und andere Teilnehmer einer öffentlichen Veranstaltung belästigt", hieß es in der Begründung, zudem sei sich der Kapitän von Dinamo Zagreb der Bedeutung seiner Äußerungen bewusst gewesen.

Simunic hatte zuvor mitgeteilt, dass er in einem "emotionalen Moment" einzig durch die "Liebe zum kroatischen Volk und dem Heimatland" motiviert gewesen sei.

Mandzukic für ein Spiel gesperrt

Der Stürmer von Bayern München verpasst nach seiner Roten Karte in der letzten WM-Qualifikationspartie gegen Island bei der Weltmeisterschaft in Brasilien nur das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber. Die FIFA sperrte den 27-Jährigen wegen groben Fouls nur für ein Pflichtspiel und belegte ihn damit mit der Mindestsperre.

"Wir wussten, dass Mario gesperrt werden würde. Es ist gut, dass wir nur für ein Spiel auf ihn verzichten müssen", sagte Nationaltrainer und Ex-Bundesligaprofi Nico Kovac erleichtert.

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