Jugendarbeit macht sich bezahlt

Gooooooood morning, Johannesburg! Wir schreiben den letzten WM-Tag und damit darf man schon damit beginnen, das Turnier zu analysieren. Ein Blick auf die ersten Plätze des Turniers zeigt dabei: Jugendarbeit macht sich bezahlt, wie Spanien, die Niederlande und Deutschland erfolgreich demonstrieren.

Von Thomas BAUER

Goal.com stellvertretender Chefredakteur Thomas Bauer

Johannesburg. Für das Finale der WM 2010 reichte es nicht und dennoch darf Deutschland über den dritten Rang mehr als zufrieden sein. Trainer Joachim Löw schenkte einer jungen Elf sein Vertrauen und wurde dafür mit einem attraktiven und engagierten Spielstil belohnt, der auch über die deutschen Grenzen hinaus Anerkennung fand. Möglich macht das eine gute Jugendarbeit bei den Klubs der Bundesliga, die längst die großen Potenziale entdeckt haben.

Cruyffsches Erfolgsrezept

Noch deutlicher wird der Wert einer guten Jugendarbeit, wenn man einen Blick auf das bevorstehende Finale zwischen Spanien und den Niederlanden wirft. Zwei Teams, die eine Philosophie gemeinsam prägt, historisch bedingt durch den Einfluss von Rinus Michels und Johan Cruyff. Durch ihre Arbeit bei Ajax Amsterdam und dem FC Barcelona stellen die beiden Klubs im WM-Finale insgesamt 17 Spieler aus der eigenen Jugend – ein beeindruckender Wert.

Von der Barcelona-Jugend ins Nationalteam

Für Spanien spielen derzeit acht Profis, die ihre Jugend beim FC Barcelona verbrachten: Victor Valdes, Gerard Pique, Carles Puyol, Sergio Busquets, Xavi Hernandez, Andres Iniesta, Pedro Rodriguez und Cesc Fabregas. Wenig verwunderlich ist es daher, dass das Kombinationsspiel der Iberer so hervorragend funktioniert.


Von der Ajax-Jugend ins Nationalteam

Auf der Gegenseite dürfen sich die Oranjes bei Ajax Amsterdam bedanken, wo Jugendarbeit besonders großgeschrieben wird. Wesley Sneijder, Rafael van der Vaart, Klaas-Jan Huntelaar, Eljero Elia, John Heitinga, Nigel de Jong, Maarten Stekelenburg, Gregory van der Wiel und Ryan Babel spielten alle beim Traditionsklub und verfolgen ebenso die cruyffsche Philosophie des „totalen Fußballs“.













Egal welches Team am Sonntagabend gewinnt, der attraktive Fußball sowie die Jugendarbeit werden große Gewinner sein. So oder so…

Eure Meinung: Haben die Niederlande und Spanien ihren Erfolg der Jugendarbeit zu verdanken?





 
Goal.com-Flutlicht
  1. Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde

    EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.

  2. Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM

    Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.

  3. Eden Hazard und die Geschichte des Millionentransfers, der ihn zu Chelsea führte Eden Hazard und die Geschichte des Millionentransfers, der ihn zu Chelsea führte

    Es ging um richtig viel Geld, als der belgische Shootingstar beiden Großklubs aus Manchester absagte und an die „Stamford Bridge“ wechselte. Dort macht er nun so richtig Kasse.

  4. Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de! Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!

    Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde