Uruguays Trainer Tabárez: „Müssen an den Erfolg glauben“

Historische Chance für die „Urus“: Bei einem Sieg in der Runde der letzen Vier winkt der erste Finaleinzug seit 80 Jahren, als man 1930 bei der ersten WM-Endrunde im eigenen Land im Endspiel mit 4:2 gegen Argentinien gewann - beim zweiten WM-Titel 1950 gab es kein echtes Finalspiel, der Sieger wurde in einer Gruppenphase ermittelt. Nicht nur deshalb wird die „Celeste“ alles geben, um den vorletzten Schritt zur endgültigen Unsterblichkeit erfolgreich zu beschreiten...

Oscar Tabarez - Uruguay (Getty Images)
(clp) Kapstadt. Der Respekt vor dem Gegner ist groß. „Die Niederlande haben eine großartige Mannschaft mit vielen Weltklassespielern“, so Uruguays Coach Óscar Tabárez vor dem WM-Halbfinale gegenüber FIFA.com. Er fügt aber auch an: „Unser Team muss an den Erfolg glauben. Wir haben eine Hoffnung, und diese müssen wir am Leben erhalten“. Das Ziel, das dieser Hoffnung zugrunde liegt, ist der Gewinn des ersten WM-Titels seit 60 Jahren, als man 1950 im entscheidenden Spiel mit 2:1 gegen Brasilien gewann.

Elf fantastische Fußballer“

Die Brasilianer sind inzwischen nicht mehr im Turnier, die „Selecao“ schied im Viertelfinale gegen die Niederlande aus. Kein Wunder also, dass die Hochachtung vor dem Halbfinalgegner riesig ist: „Wir haben fast alle ihre Spiele gesehen. Das sind elf fantastische Fußballer – vor allem im Mittelfeld und im Angriff sind sie einfach überragend. Zudem verfügen sie über ein starkes Kollektiv. Man sieht, dass sie fest entschlossen sind, den Pokal erstmals in die Niederlande zu holen. Das wird eine schwierige Aufgabe, aber im Halbfinale einer WM ist auch nichts anderes zu erwarten. Ich bin zuversichtlich und träume weiterhin vom Titel“, spricht auch aus den Worten von Innenverteidiger Diego Lugano großer Respekt, der aber gepaart ist mit der Hoffnung, den ultimativen Erfolg zu erreichen.

Hoffen auf Lugano

Kapitän Lugano musste übrigens beim Sieg im Elfmeterkrimi gegen Ghana bereits nach 38 Minuten mit einer Prellung und einer Bänderdehnung verletzt ausgewechselt werden, und auch gegen die Niederlande steht sein Einsatz noch auf der Kippe. Natürlich hofft er darauf, noch rechtzeitig fit zu werden: „Ich habe viel dafür gearbeitet, jetzt hier sein zu können, aber wir verfügen über eine erfahrene und ausgeglichene Mannschaft. Ich bin zwar optimistisch, was meine Einsatzfähigkeit angeht, aber es gibt auch Mannschaftskameraden, die jederzeit meinen Platz einnehmen können.“

Forlan kann’s nicht fassen

In der Tat hat man beim Sieg gegen Ghana beobachten können, dass das Team auch ohne ihren Spielführer erfolgreich sein kann. Dennoch werden sie bei den „Urus“ die Daumen drücken, dass der 29-jährige Abwehrspieler der Mannschaft im Halbfinale wieder helfen kann. Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel wird aber wieder Diego Forlan sein, der den Erfolg seines Teams anscheinend noch gar nicht wirklich fassen kann: „Wir sind unter den besten Vier der Welt, das ist unglaublich.“ Noch viel unglaublicher wäre aber wohl ein Einzug ins Finale...

Eure Meinung: Können die Uruguayer gegen die Niederlande gewinnen?

 

 



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