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Die Goal.com Top-Elf des WM-Viertelfinales
Langsam wird es richtig ernst bei der Fußball-WM in Südafrika. Pro Spielrunde werden es immer weniger Matches, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass das Turnier seinem Höhepunkt entgegensteuert. Wir von Goal.com haben jetzt für Euch die Top-Elf zusammengestellt, die in den vier Viertelfinalspielen überzeugen konnte.
(dab) Johannesburg. Die letzte Woche der Weltmeisterschaft in Südafrika ist angebrochen – und noch vier Teams sind hinter dem Pokal her. Die vier Viertelfinalspiele am Wochenende brachten mit dem Ausscheiden von Brasilien und Argentinien zwei Überraschungen. In unserer Goal.com Top-Elf finden sich die jedoch nur Gewinner wieder:
TOR
Fernando Muslera (Uruguay)
Im Elfmeterschießen kann man als Torwart nur gut aussehen – und genau das tat Muslera. Zwei Strafstöße parierte der Keeper gegen Ghana und sicherte seinem Team den Einzug ins Halbfinale. Damit war auch vergessen, dass er beim 0:1 durch einen Weitschuss von Sulley Muntari nicht die allerbeste Figur abgegeben hatte.
ABWEHR
Arne Friedrich (Deutschland)
Andere schießen ihr erstes Länderspieltor gegen Malta oder Liechtenstein, doch Arne Friedrich hat sich diesen Moment für ein wirklich wichtiges Duell aufgehoben. Der Abwehrspieler tickte den Ball nach überragender Vorarbeit von Bastian Schweinsteiger zum zwischenzeitlichen 3:0 gegen Argentinien über die Linie und krönte damit eine WM, bei der Friedrich alle mit tollen Auftritten überrascht hat.
Sergio Ramos (Spanien)
Deutschland dürfte gewarnt sein: Mit Sergio Ramos steht ein anderes Kaliber von Rechtsverteidiger bei Spanien auf dem Platz als noch der bemitleidenswerte Nicolas Otamendi bei Argentinien. Der Real-Profi spielte – wie eigentlich fast immer – gegen Paraguay stark und machte seine Seite dicht.
Philipp Lahm (Deutschland)
Gegen Argentinien bekamen die deutschen Fußball-Fans wieder den „alten“ Philipp Lahm zu sehen. Der Kapitän war, wie gegen England auch, in der Defensive solide und brachte seine Pässe im Aufbauspiel souverän an den Mann. Mit dem steigenden Selbstvertrauen wurden auch seine Vorstöße in die Offensive häufiger.
Maurizio Victorino (Uruguay)
Eigentlich ist er nur die Nummer drei der Innenverteidiger Uruguays, doch der Mann mit dem Bärtchen musste gegen Ghana die Hauptlast in der Defensive tragen. Diego Godin fehlte verletzt und Kapitän Diego Lugano musste nach einer guten halben Stunde verletzt vom Feld. Die große Stunde für Victorino kam – und er hielt dem Druck stand und zeigte im Defensivzentrum einen ganz starken Auftritt.
MITTELFELD
Bastian Schweinsteiger (Deutschland)
„Weltklasse“ war eines der meistgesuchten Worte, um die Leistung des deutschen Mittelfeldspielers zu beschreiben. Gegen Argentinien erfüllte er zwei Aufgaben: Zum einen machte er zusammen mit Sami Khedira den Raum im Mittelfeld für Messi und Kollegen ganz eng, war energisch in den Zweikämpfen und mit viel Einsatz unterwegs. Und zum anderen nahm er sich auch noch die Zeit, um in der Offensive zu glänzen. Zwei Torvorlagen beim 4:0 gingen auf Schweinsteigers Konto.

Wesley Sneijder (Niederlande)
Eine Halbzeit lang sah es für die Niederlande gegen Brasilien überhaupt nicht gut aus – und dann kam Sneijder. Seine Flanke, die von Keeper Julio Cesar und Felipe Melo falsch eingeschätzt wurde, führte zum Ausgleich. Und kurz darauf machte der kleine Mann ausgerechnet per Kopf nach einer Ecke den Siegtreffer für „Oranje“. Als kleines Geschenk bekam Sneijder nach Spielende von der FIFA auch noch das erste Tor gutgeschrieben.
Dirk Kuyt (Niederlande)
Der Thomas Müller der Niederlande. Es sieht nicht immer elegant aus, aber der Offensivmann auf der Außenseite verrichtet mit viel Laufarbeit und Einsatz wertvolle Dienste für seine Mannschaft. Gegen Brasilien bereitete er Sneijders Siegtreffer mit einer mustergültigen Kopfballverlängerung vor.
ANGRIFF
David Villa (Spanien)
Die Bilanz spricht für sich: Fünf der sechs spanischen Tore bei dieser WM hat der Neueinkauf des FC Barcelona gemacht. Gegen Paraguay kam er vor allem über die linke Seite, von der er mit seinem starken rechten Fuß nach innen zog. Die Gegner wissen, dass sie Villa bei diesem Turnier ausschalten müssen – aber es gelingt ihnen nicht.
Miroslav Klose (Deutschland)
Und noch ein Mann mit einer starken Bilanz: Nach seinem Doppelpack gegen Argentinien liegt Klose auf dem zweiten Platz der ewigen WM-Torschützenliste. Das Selbstvertrauen beim Bayern-Stürmer ist nach einer enttäuschenden Saison wieder ganz zurück. Und das bekommen die Gegner bei der Weltmeisterschaft zu spüren.
Diego Forlan (Uruguay)
Forlan ist der Spieler, der bei Uruguay die Verantwortung übernimmt. Er läuft, dribbelt, gibt Anweisungen und führt die Standards aus. Der Stürmer von Atletico Madrid erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß den wichtigen Ausgleich für sein Land im Viertelfinale gegen Ghana.

ERSATZBANK
Deutschland Manuel Neuer und Hollands Maarten Stekelenburg boten in ihren Spielen gute Leistungen, die sie auf unsere Ersatzbank gebracht haben. In der Abwehr müsste man eigentlich Luis Suarez nominieren, denn Uruguays Stürmer wehrte in der Verlängerung den entscheidenden Ball ab. Zwar mit der Hand, aber nach Ghanas verschossenem Elfmeter war ihm das völlig egal. Im Mittelfeld wäre mal wieder Andres Iniesta eine Alternative gewesen, denn der Spanier spielt bei dieser WM auf konstant hohem Niveau. Und auch Thomas Müller überzeugt in Südafrika – diesmal mit dem frühen Führungstor gegen Argentinien.
TRAINER
Jogi Löw (Deutschland)
Wenn Deutschland die favorisierten Argentinier mit einem 4:0 nach Hause schickt, kann der Trainer nicht viel verkehrt gemacht haben. Jogi Löw hatte seine Mannschaft vor dem Viertelfinale gut eingestellt und motiviert. Es gelang mit seiner Aufstellung, Lionel Messi zuzustellen und ihn nicht in die Nähe des deutschen Tores kommen zu lassen. Während Löw die richtigen Maßnahmen ergriffen hatte, fehlten Argentiniens Trainer Diego Maradona die Mittel, um das Spiel in der zweiten Halbzeit noch einmal zu kippen.
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