Mesut Özil verzauberte Deutschland mit seinem Kracher

Philipp Lahm sprach davon, dass die Mannschaft „spielerisch wesentlich besser“ sei, als die Nationalmannschaften zuvor. Er meinte damit auch Spieler wie Thomas Müller oder auch Mesut Özil, die im Dribbling unheimliche Klasse besitzen. Aber ausgerechnet der Bremer überzeugte mit Kampf und nicht mit tollen Eins-gegen-Eins-Situationen.

Özil schießt Ghana ab (Getty)

 


(dew) Johannesburg. „In der ersten Halbzeit hab ich den Ball nicht verwandelt, umso glücklicher bin ich, dass ich ihn in der zweiten Halbzeit getroffen habe“, erklärte Mesut Özil nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana. Er ermöglichte mit seinem Treffer das Erreichen der nächsten Runde bei der Weltmeisterschaft und den ersten Platz in der Gruppe D. Dabei hatte er schon zuvor die Möglichkeit, ein Tor zu erzielen.

Zwischen Schock und Freude

In der ersten Halbzeit ging er nach einem tollen Zuspiel frei auf den gegnerischen Kasten zu, scheiterte aber am Keeper Ghanas und versetzte damit seine Fans in einen Schockzustand. Wie schon in den letzten Spiel konnte er seine dicke Chance nicht nutzen. Würde er denn gar nicht mehr für Deutschland treffen? Weit gefehlt! Denn im zweiten Durchgang versuchte er es mit dem unspektakulärsten aller Mittel: Er hielt einfach aus der Distanz drauf und erzielte damit einen herrlichen Treffer.

Fairer Teamspieler

Nach dem Abpfiff wollte er seine eigene Leistung aber nicht in den Vordergrund stellen: „Ein Lob an die Mannschaft: Wir haben 90 Minuten gekämpft.“ Die Mannschaft sei gut eingestellt gewesen, obwohl es um viel ging: „Nervös waren wir nicht, aber wir wussten, dass es sehr schwer wird.“ Dementsprechend wollte die Mannschaft auch spielen. Außerdem baute Löw den jungen Mittelfeldspieler in der Kabine zur Halbzeit noch auf: „Ich habe ihm gesagt, dass er heute noch sein Tor machen wird.“ Der Bundestrainer behielt recht.

„Können gegen England gewinnen“

In den aktuellen Castrol Rankings ist Özil übrigens nach Toni Kroos der beste deutsche Mittelfeldspieler der Saison gewesen. Deshalb will er auch dem Team helfen. Er will seine besondere Klasse einbringen. Auch gegen England. „Wenn wir das abrufen, was wir können, können wir auch gegen England gewinnen“, gab er sich auch nach dem Spiel wieder optimistisch. Vielleicht macht er ja dann auch mal die scheinbar „leichten“ Tore. Wobei wir auch einen 20-Meter-Hammer sicherlich nicht ablehnen würden...

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