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Man muss sich wirklich verwundert die Augen reiben, was für Resultate der absolute Fußball-Nobody aus Ozeanien beim Turnier in Südafrika abliefert. In der gestrigen Partie gegen den Weltmeister wurde dabei der etatmäßige zweite Keeper zum Held - und das bereits zum zweiten Mal.

(clp) Nelspruit. Wir schreiben den 14. September 2009, Neuseeland führt im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Bahrain mit 1:0, nachdem das Hinspiel 0:0 ausgegangen war. Bahrain bekommt in der 51. Minute einen Elfmeter zugesprochen, im Tor der „All Whites“ steht ein gewisser Mark Paston, der eigentlich nur den Kasten hütet, weil Stammkeeper Glenn Moss eine Rotsperre absitzt. Paston aber hält den Elfmeter, Neuseeland rettet das 1:0 über die Zeit und der Torhüter wird zum Held eines ganzen Landes.

Unsicher gegen die Slowakei

Dieser Paston steht nun auch im WM-Auftaktspiel beim überraschenden 1:1 gegen die Slowakei im neuseeländischen Tor - und zeigt dabei haarsträubende, wenn auch nicht folgenschwere Patzer. Nicht wenige in Reihen des Fußball-Nobodys werden sich Moss zurückgewünscht haben - der aber muss seine Sperre noch bis zum letzten Gruppenspiel gegen Paraguay absitzen. So kommt Paston auch im zweiten Vorrundenspiel gegen Italien zum Einsatz - und wird zum zweiten Mal zum Erfolgsgaranten.

Großartig gegen Italien

Ein ums andere Mal bringt er die italienischen Angreifer zur Verzweiflung, allen voran die Großtat aus der 70. Minute, als er einen Weitschuss von Riccardo Montolivo glänzend pariert. Paston wirkte im Vergleich zum Auftaktspiel wie ausgewechselt, sicher in der Strafraumbeherrschung, kompromisslos beim Rauslaufen und immer wieder mit großartigen Paraden. So ist es nicht zuletzt Paston zu verdanken, dass die „Kiwis“ am Ende ein sensationelles 1:1 gegen den Weltmeister erreichen.

Folgt der dritte Streich?

Coach Ricki Herbert hat nun im Match gegen Paraguay die Qual der Wahl zwischen Paston und Moss. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass der zweifache Held von den Wellington Phoenix wieder das Tor hüten darf. So sieht es auch John Adshead, ehemaliger Nationaltrainer der „All Whites“: „Paston war in der ersten Partie nervös, aber danach folgte eine absolute Weltklasse-Leistung - vier Weltklasse-Paraden, drei weitere gute Paraden. Das ist eine Menge in einem Fußballspiel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ricki überhaupt darüber nachdenkt, ihn auszutauschen.“ Und wer weiß, vielleicht macht sich Paston gegen Paraguay dann endgültig unsterblich.

Eure Meinung: Was haltet Ihr von Paston?

 

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