Für Pierre Webo könnte die WM schon nach einem Einsatz vorbei sein

Kameruns Mittelstürmer zeigte wie seine Mitspieler beim WM-Auftakt eine enttäuschende Leistung. Dem Mallorquiner sitzt nun die Konkurrenz im Nacken.

Von Benjamin HOFMANN

Pierre Webo, Mallorca (PA)
Bloemfontain. Pierre Webo hatte wie die gesamte Offensivabteilung Kameruns große Probleme gegen Japan. Nun muss Paul Le Guen überlegen, ob er darauf nicht personell reagiert.

Der afrikanische Fußball hat traditionsgemäß ein Problem: Ordnung und strategische Ausrichtung in der Defensive. Dafür galten afrikanische Mannschaften stets als spielstark, technisch versiert, als Spaßfußballmannschaften, die die Freude am Spiel verkörpern. Kamerun hat heute das genaue Gegenteil bewiesen. Als Sinnbild soll ob seiner Unauffälligkeit Pierre Achille Webo stehen.

Über 90 Minuten ohne echte Aktion

Eigentlich hatte Paul Le Guen seine Mannen recht offensiv ausgerichtet. Über rechts sollte wie bei Inter Mailand Samuel Eto’o kommen, links Eric Choupo-Moting und im Zentrum sollte Pierre Webo auf Flanken und Pässe warten – das tat er aber vergebens. War Choupo-Moting wenigsten noch am ein oder anderen Angriff beteiligt und hatte Eto’o mit seinem Solo wenigstens einen lichten Moment, so fand Pierre Webo über 90 Minuten nicht wirklich statt.

Chance nicht genutzt

Der Stürmer von RCD Mallorca konnte erst in der Nachspielzeit auf sich aufmerksam machen, als er eine Flanke des eingewechselten Nijtap Geremi nicht im Tor unterbrachte. Ansonsten war der 28-Jährige kaum zu sehen, er wirkt nicht in Form.

Findet sich Webo auf der Bank wieder?

Und seine Chancen, dass er bei der WM die Trendwende einleiten könnte, sinken nach der schwachen Vorstellung gegen Japan. Idrissou sorgte nach seiner Einwechslung für Schwung und wäre als Brecher sicher wirkungsvoller, Konkurrent Choupo-Moting wirkte agiler und Le Guen wird sich hüten, Superstar Eto’o raus zu nehmen. Vielleicht ist die WM für Pierre Webo damit schon zu Ende, ehe sie begonnen hat.

Eure Meinung: Wer war für Euch beim Spiel Japan – Kamerun eine Enttäuschung?


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