|
|
Die Sache mit den Kopfspielchen
Der kolossale Patzer von Englands Keeper Robert Green im Spiel gegen die USA hat mal wieder gezeigt: Wenn Torhüter Fehler machen, zappelt der Ball im Netz. Alles eine Frage des Kopfes?
Von Erik BRÜHLMANN
Rustenburg. England und seine Torhüter - das Problem ist nicht wirklich neu. Im Samstagsspiel der „Three Lions‟ gegen die USA schlug Robert Green mit seinem Fehler in der 40. Spielminute ein weiteres trauriges Kapitel dieser Geschichte auf. Das 1:1 ging auf seine Kappe, und das weiß er auch: „Ich will keine Ausreden bezüglich des Balles suchen. Es war mein Fehler, und ich allein bin dafür verantwortlich‟, sagte der unglückliche Keeper in der Daily Mail.
Unterstützung aus dem Team
Klar, dass in der Mannschaft keiner den Stab über Green bricht - auch wenn der englische Blätterwald schon kollektiv vermutet, Green „could face the axe‟. Steven Gerrard sagte: „Das war halt eines dieser verrückten Dinger. Dafür kann man den Keeper nicht kritisieren.‟ Auch Frank Lampard versicherte: „Niemand zeigt mit dem Finger auf Robert. Wir gewinnen und verlieren als Mannschaft. Er hat Charakter genug, um sich davon zu erholen, und ich bin sicher, dass er das tun wird.‟ Coach Fabio Capello bilanziert gewohnt nüchtern gegenüber Eurosport UK: „Er machte einen Fehler, aber in der zweiten Halbzeit auch einen tollen Save. Das ist das Problem bei Torhütern.‟
Kritik an Capello: Die Green-Entscheidung
Apropos Capello ... Man muss sich natürlich fragen, ob die Wahl von Green die Richtige war. „Ich kann mir nur vorstellen, dass Capello Zweifel an der Fitness von David James hatte‟, kritisierte zum Beispiel Blackburn-Coach Sam Allardyce in seiner Kolumne in News of the World, „sonst hätte er auf der wichtigsten aller Positionen wohl auf dessen Erfahrung gesetzt.‟ Für Englands Fußballlegende Sir Bobby Charlton eine Nebensächlichkeit, denn er sieht in der Daily Mail „alle drei Keeper auf ähnlichem Niveau.‟ Was wohl bedeuten soll, dass sie ähnlich fehleranfällig sind.
Kritik an Capello: Die Kopfspielchen
Was Allardyce dem Nationalcoach aber mehr vorwirft, ist, dass Capello die Torhüterentscheidung erst zwei Stunden vor dem Anpfiff bekannt gegeben hat: „Die Regel ist, dass man einem Youngster so spät wie möglich sagt, dass er spielt, damit er nicht zu sehr ins Grübeln kommt. Aber Green ist 30 und sollte damit eigentlich umgehen können.‟ Auch in diesem Punkt hat Sir Bobby Charlton eine entspanntere Ansicht. „Ich persönlich würde so etwas zwar eher am Morgen oder gar am Tag vor dem Spiel bekannt geben, aber im Großen und Ganzen spielt das eigentlich keine Rolle.‟
Wie weiter?
Die Frage, die sich Capello jetzt stellen muss, ist: Wer steht gegen Algerien zwischen den Pfosten? „Gegen Algerien muss Green weg‟, fordert Allardyce. „Es muss einfach sein. Das ist wie bei einem Boxer, der zum ersten mal zu Boden geht. Psychologisch dauert es eine lange Zeit, bis so etwas verarbeitet ist. Das ist ein zu großes Risiko für England.‟ Alain Shearer schlägt ebenso deutlich in dieselbe Kerbe: „Ich wäre sehr überrascht, wenn Green gegen Algerien spielen würde. Man stelle sich vor, was der Gegner davon halten würde!‟ Diese Frage stellt sich für Steven Gerrard überhaupt nicht: „Robert Green ist ein Mann. Ich bin sicher, dass er daraus lernt und noch eine wichtige Rolle im Turnier spielen wird. Vielleicht macht er sogar noch einen Save, der ein Spiel für uns entscheidet.‟
Unterstützung aus dem Team
Klar, dass in der Mannschaft keiner den Stab über Green bricht - auch wenn der englische Blätterwald schon kollektiv vermutet, Green „could face the axe‟. Steven Gerrard sagte: „Das war halt eines dieser verrückten Dinger. Dafür kann man den Keeper nicht kritisieren.‟ Auch Frank Lampard versicherte: „Niemand zeigt mit dem Finger auf Robert. Wir gewinnen und verlieren als Mannschaft. Er hat Charakter genug, um sich davon zu erholen, und ich bin sicher, dass er das tun wird.‟ Coach Fabio Capello bilanziert gewohnt nüchtern gegenüber Eurosport UK: „Er machte einen Fehler, aber in der zweiten Halbzeit auch einen tollen Save. Das ist das Problem bei Torhütern.‟
Kritik an Capello: Die Green-EntscheidungApropos Capello ... Man muss sich natürlich fragen, ob die Wahl von Green die Richtige war. „Ich kann mir nur vorstellen, dass Capello Zweifel an der Fitness von David James hatte‟, kritisierte zum Beispiel Blackburn-Coach Sam Allardyce in seiner Kolumne in News of the World, „sonst hätte er auf der wichtigsten aller Positionen wohl auf dessen Erfahrung gesetzt.‟ Für Englands Fußballlegende Sir Bobby Charlton eine Nebensächlichkeit, denn er sieht in der Daily Mail „alle drei Keeper auf ähnlichem Niveau.‟ Was wohl bedeuten soll, dass sie ähnlich fehleranfällig sind.

Kritik an Capello: Die Kopfspielchen
Was Allardyce dem Nationalcoach aber mehr vorwirft, ist, dass Capello die Torhüterentscheidung erst zwei Stunden vor dem Anpfiff bekannt gegeben hat: „Die Regel ist, dass man einem Youngster so spät wie möglich sagt, dass er spielt, damit er nicht zu sehr ins Grübeln kommt. Aber Green ist 30 und sollte damit eigentlich umgehen können.‟ Auch in diesem Punkt hat Sir Bobby Charlton eine entspanntere Ansicht. „Ich persönlich würde so etwas zwar eher am Morgen oder gar am Tag vor dem Spiel bekannt geben, aber im Großen und Ganzen spielt das eigentlich keine Rolle.‟
Wie weiter?Die Frage, die sich Capello jetzt stellen muss, ist: Wer steht gegen Algerien zwischen den Pfosten? „Gegen Algerien muss Green weg‟, fordert Allardyce. „Es muss einfach sein. Das ist wie bei einem Boxer, der zum ersten mal zu Boden geht. Psychologisch dauert es eine lange Zeit, bis so etwas verarbeitet ist. Das ist ein zu großes Risiko für England.‟ Alain Shearer schlägt ebenso deutlich in dieselbe Kerbe: „Ich wäre sehr überrascht, wenn Green gegen Algerien spielen würde. Man stelle sich vor, was der Gegner davon halten würde!‟ Diese Frage stellt sich für Steven Gerrard überhaupt nicht: „Robert Green ist ein Mann. Ich bin sicher, dass er daraus lernt und noch eine wichtige Rolle im Turnier spielen wird. Vielleicht macht er sogar noch einen Save, der ein Spiel für uns entscheidet.‟
Goal.com-Umfrage
Die Umfrage läuft vom 07.06.2010 bis zum 18.06.2010
Die Umfrage läuft vom 07.06.2010 bis zum 18.06.2010
Welches Team trifft die Verletzung eines Stars am härtesten?
Ghana - Michael Essien
32.08%
Niederlande - Arjen Robben
20.02%
Italien - Andrea Pirlo
17.53%
Deutschland - Michael Ballack
14.36%
England - Rio Ferdinand
11.38%
Nigeria - John Obi Mikel
4.63%
Dein Tipp
England - Belgien
Tipp abgegeben
Most Popular Predictions
-
England 2-0 Belgien
- 15.66 %
-
England 2-1 Belgien
- 13.62 %
-
England 3-1 Belgien
- 10.04 %
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Bensingers Bayern – Die FCB-Kolumne: Mit zwei Spitzen gegen dreckige Scheine?
KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!
-
Mit Giovinco, M'Vila & van der Wiel: Die EM-Stars, die in diesem Sommer wechseln könnten
Die EM bietet den teilnehmenden Akteuren die Möglichkeit, sich ins Schaufenster zu stellen, um sich für neue Klubs zu empfehlen - wir bieten einen Überblick der Wechselkandidaten.
-
„Beckers Borussia“ - die Mönchengladbach-Kolumne: „Ersatzdroge“ Europameisterschaft
Wöchentlich nimmt Gregor Becker die Geschehnisse rund um Borussia Mönchengladbach aufs Korn. Was tut sich im Borussia-Park, wo zwickt es? Was läuft gut und was gibt es Neues?
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde