Die WM-Trainer – Serbiens Radomir Antić: Aufbruch in eine neue Fußball-Zeit
Im August 2008 übernahm Radomir Antić die Nationalmannschaft Serbiens und führte sein Land mit Platz eins in der Qualifikation für Südafrika 2010 erstmals zu einer WM-Endrunde. Der Mann, der in Spanien als einziger Trainer die drei bekanntesten Klubs trainierte, will jetzt auch bei der Weltmeisterschaft für Furore sorgen.
Von Sebastian HEIER
Ein Coach mit internationaler Klasse
Die Mannschaft ist gespickt mit vielen internationalen Spielern, die ihr Geld in den besten europäischen Ligen verdienen und bei den weltweit angesehensten Vereinen unter Vertrag stehen. Internationale Klasse besitzt auch der Coach der serbischen Auswahl: Radomir Antić übernahm nach vier Jahren ohne Trainerjob im August 2008 das Zepter bei den Serben. Antić, der bereits Vereine wie den FC Barcelona, Real Madrid und Atlético Madrid trainierte, hat seine Philosophie und sein Verständnis vom Fußball, sowie von der Taktik, mit Erfolg in die Mannschaft gebracht.
Aufbruchstimmung ausgelöst
„Unser Temperament ist so, dass wir uns gar nicht hinten reinstellen können. Weder will ich, noch kann die serbische Nationalmannschaft defensiv spielen. Wir müssen einfach angreifen“, erklärte Antić schon im Oktober 2008 und fügte an: „Ich fühle mich jetzt mehr als Trainer denn je.“ Der serbische Teamchef, der in Europa hoch angesehen ist, hat die Aufbruchstimmung auf seine Spieler übertragen.
Freundschaft und gute Atmosphäre
Die Weltmeisterschaftsteilnahme 2010 war sein erstes großes Ziel, das der eigentlich langfristig denkende Coach auch erreichte. Immer wieder hob Radomir Antić das gute Klima innerhalb der Mannschaft hervor, das am Ende sicherlich auch ein Schlüssel zur erfolgreichen WM-Qualifikation war. Es habe schon während der ersten Treffen ein Gefühl der Freundschaft und eine sehr gute Atmosphäre geherrscht, berichtete Antić später und sagte auch: „Das ist die Grundvoraussetzung für Erfolge.“
„Jede Erfahrung wertvoll“
Radomir Antić, der in Spanien als einziger Trainer die drei großen Vereine FC Barcelona, Real Madrid und Atlético Madrid trainierte, wollte den serbischen Fußball reformieren. „Ich wurde nicht Teamchef, um von der Vergangenheit zu leben“, erklärte der Nationaltrainer. Der akribische Arbeiter beobachtet die Entwicklungen im weltweiten Fußball ganz genau und zieht daraus seine Schlüsse, denn für ihn ist „jede Erfahrung wertvoll“ – im Sommer 2010 kommt eine weitere Erfahrung hinzu.
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