WM 2010-Auslosung: Gruppe F

Die Würfel sind gefallen, die Zeremonie der Auslosung in Kapstadt ist beendet, der Vorhang ist gefallen. Doch nur bis zum 11. Juni 2010. Denn dann geht es richtig los! Jetzt kennen auch alle 32 Teilnehmer ihre Gegner in Südafrika. Goal.com stellt die Mannschaften vor. Team für Team, Gruppe für Gruppe.

Marcello Lippi - Italy (Getty Images)
Von Falko BLÖDING

Kapstadt.
Losglück für den Weltmeister! Titelverteidiger Italien erwischte bei der WM-Auslosung eine machbare Gruppe. Die Elf von Marcello Lippi bekommt es in der Vorrunde mit Neuseeland, Paraguay und der Slowakei zu tun. Die „Azzuri“ sind klarer bei der WM 2010 in der Gruppe F klarer Favorit, Paraguay hat die besten Karten Aussichten auf Rang zwei. Neuseeland und der Slowakei bleibt die Außenseiterrolle.

ITALIEN

Der aktuelle Weltmeister benötigt keine große Vorstellung. Hinter Brasilien ist Italien die erfolgreichste Nation bei WM-Endrunden und ist viermaliger Weltmeister. 2006 gewannen die Italiener, selbst für die eigenen Fans, etwas überraschend in Deutschland den Titel. Nach der schwachen EM und dem enttäuschenden Confed-Cup trauen nicht viele Experten den „Azzurri“ erneut den großen Coup zu. Gut für die Italiener, denn dann sind sie traditionell am stärksten!

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika

Zwar spielte Italien selten wirklich guten Fußball, dennoch marschierten sie locker durch ihre Gruppe und schafften einen Spieltag vor Schluss mit einem Remis beim Verfolger Irland die Qualifikation. Die Lippi-Elf blieb in der Quali ungeschlagen, offenbarte aber Probleme im Angriffsspiel.

NEUSEELAND

Im fernen Neuseeland ist Fußball längst nicht der populärste Sport. Rugby oder Cricket genießen bei den 4,3 Millionen Einwohnern des fünften Kontinents größere Beliebtheit. Doch die WM 2010 ist nicht die erste Teilnahme der „All Whites“ (das Rugby-Team wird übrigens „All Blacks“ genannt). Schon 1982 traten die „Kiwis“ eine 90.000-Kilometer-Reise nach Spanien an, wo die Spiele gegen Schottland, UdSSR und Brasilien zwar verloren gingen. WM-Geschichte hatte Neuseeland allemal geschrieben.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika

Verglichen mit der WM-Qualifikation 1982 war der Weg nach Südafrika relativ leicht für die „All Whites“. Nachdem die Ozeanien-Gruppe souverän gewonnen wurde, wartete Bahrain auf die „Kiwis“, das fünftplatzierte Team aus Asiens Qualifikation. In diesen „Alles-oder-Nichts“-Match behielt Neuseeland mit 1:0 die Oberhand.

PARAGUAY

Bereits zum achten Mal nimmt das Land aus Südamerika an einer WM-Endrunde teil und kann dabei vorallem in den letzten Turnieren auf eine beachtliche Bilanz verweisen. Paraguay qualifizierte sich in drei der letzten vier Weltmeisterschaften für das Achtelfinale. Nachdem man 1986, 1998 und 2002 in die K.o-Runde vorstieß, scheiterte man 2006 erstmals wieder. Zudem gewann Paraguay zwei Mal die Copa America – bei 33 Teilnahmen! Überraschen konnte man 2004 bei den olympischen Sommerspielen, als man die Silbermedaille eroberte.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika

In der Qualifikation hatte die „Albiroja“ keine Probleme und stellte das WM-Ticket bereits einen Spieltag vor Ende der Ausscheidung sicher. Durch ein 2:1 gegen Venezuela war der Mannschaft um Roque Santa Cruz der Qualifikationsplatz nicht mehr zu nehmen. Schlussendlich setzte man sich als Dritter durch, nachdem man zur Halbeit der „Eliminatoria Sudamericana“ sogar Erster war.

SLOWAKEI

Die Slowakei feiert 2010 in Südafrika ihre Premiere bei einer WM als eigenständiges Land. Als Teil der Tschechoslowakei nahmen die Slowaken acht Mal an einer Endrunde teil und verloren 1934 und 1962 jeweils im Finale. Zum letzten Mal nahm die Tschechoslowakei 1990 an einer WM teil und verlor im Viertelfinale gegen Deutschland mit 0:1. Einer der acht slowakischen Spieler im Kader war der Pauli-Spieler Jan Kocian. 1993 löste sich die Tschechoslowakei in zwei unabhängige Staaten, Tschechien und die Slowakei, auf.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika

Das Bruder-Duell gegen Tschechien war der Höhepunkt der WM-Qualifikation für die Slowakei. Mit einem Sieg in Prag setzte sich die Mannschaft von Trainer Vladimir Weiss an die Spitze der Gruppe 3 und verließ diese Position auch nicht mehr. Ein Auswärtserfolg in Chorzow gegen Polen bedeutete am letzten Spieltag den umjubelten Gruppensieg.

Eure Meinung: Welche zwei Mannschaften setzen sich in dieser Gruppe durch?




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