WM 2010-Auslosung: Gruppe D
Die Würfel sind gefallen, die Zeremonie der Auslosung in Kapstadt ist beendet, der Vorhang ist gefallen. Doch nur bis zum 11. Juni 2010. Denn dann geht es richtig los! Jetzt kennen auch alle 32 Teilnehmer ihre Gegner in Südafrika. Goal.com stellt die Mannschaften vor. Team für Team, Gruppe für Gruppe.
Kapstadt. Deutschland hat bei der WM-Auslosung für die Endrunde der WM 2010 in Südafrika nicht das übliche Losglück gehabt, aber es immer noch ziemlich gut getroffen. In der Vorrunde spielt die Löw-Elf in der Gruppe D zum Auftakt gegen die „Socceroos“ aus Australien und muss es danach mit den Teams aus Serbien und Ghana aufnehmen.
DEUTSCHLAND
Für die Schützlinge von Joachim Löw ist es bereits die 17. Teilnahme, wenn im Sommer 2010 in Südafrika die 19. Titelkämpfe stattfinden. Nur 1930 und 1950 war Deutschland nicht mit an Bord, ist seitdem eines der erfolgreichsten Nationalteams aller Zeiten. Der Stern der Deutschen ging mit dem WM-Titel 1954 in der Schweiz auf. 1974 gewannen die Adlerträger als Gastgeber den zweiten Weltpokal, ehe auch 1990 in Italien der Cup mit zahlreichen Serie A-Legionären an die Deutschen ging. Nach 1974 war Deutschland auch 2006 WM-Gastgeber und gewann das Spiel um Platz drei.
Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
In der Gruppe 4 der Europa-Qualifikation bewies das Team schon im Vorfeld seine Qualitäten als Turniermannschaft. Deutschland verlor kein Spiel und zeigte seine besten Leistungen gegen den größten Rivalen Russland. Durch ein 2:1 in Dortmund und einem 1:0 im Rückspiel in Russland ging man so den Play-offs aus dem Weg.
AUSTRALIEN
Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland endete eine 32-jährige sportliche Durststrecke Australiens. Die Zeit des Wartens auf eine WM-Teilnahme hatte ein Ende. Fragt man die Fans der „Socceroos“ nach ihrem schönsten WM-Moment, gibt es meist nur eine Antwort: Der 3:1-Sieg in Kaiserslautern gegen Japan, wodurch das Achtelfinale erreicht wurde. Der Rest, das tragische Ende, ist bekannt: Mit einem zweifelhaften Elfmeter in der Schlussminute schaltete der spätere Weltmeister Italien die „Socceroos“ aus.
Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Erstmals nahm Australien in der Asien-Qualifikation teil, um so den ungeliebten Play-Off-Spielen, die damals noch gegen ein südamerikanisches Team ausgetragen wurden, aus dem Weg zu gehen. Coach Pim Verbeek führte das Team souverän durch diese Qualifikation. Nur eines von 14 Spielen ging verloren.
SERBIEN
Die WM in Südafrika hat für den serbischen Verband eine historische Bedeutung. Zum ersten Mal wird man als eigenständige Nation vertreten sein, nachdem man zuvor als Jugoslavien und Serbien-Montenegro an den Turnieren teilnahm. Das beste Ergebnis war der zweimalige Einzug in ein WM-Halbfinale (1930, 1962). Obwohl Serbien ein EM-Finale erreichte, gilt Olympia-Gold und Jugend-WM-Titel 1987 als bisher größter Erfolg. Die damals goldene Generation um Dejan Savicevic galt auch als großer Favorit auf die EM 1992, wurde dann aber aufgrund des Krieges ausgeschlossen.
Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Mit einer beeindruckenden Leichtigkeit marschierte Serbien durch die WM-Qualifikation der Gruppe 7 und ließ dabei die höher eingeschätzten Franzosen hinter sich. Der goldene Moment war sicherlich das 5:0 über Rumänien in Belgrad. Doch auch in den anderen Spielen überzeugte die Antic-Elf und buchte am Ende völlig verdient das Ticket für die WM in Südafrika.
GHANA
Zum ersten Mal war Ghana 2006 bei einer Weltmeisterschaft mit dabei. In Deutschland hinterließ die Mannschaft einen bleibenden Eindruck, denn schließlich war sie das einzige afrikanische Team, das die Vorrunde überstehen konnte. Nach einer 0:2-Auftaktniederlage gegen Italien gewann Ghana mit 2:0 gegen Tschechien und 2:1 gegen die USA. Im Achtelfinale war man dann – angefeuert von zahlreichen neu gewonnenen Fans – beim 0:3 in Dortmund gegen Titelverteidiger Brasilien chancenlos.
Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Ghana war das erste der fünf zu ermittelnden afrikanischen Länder, das sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Vier Siege zum Auftakt in einer Gruppe mit Benin, Mali und dem Sudan brachten schon früh die Entscheidung. Außerdem war damit der Platz Ghanas beim Afrika-Cup gesichert – und die Vorbereitungen konnten beginnen.
Eure Meinung: Welche zwei Mannschaften setzen sich in dieser Gruppe durch?
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