WM 2010-Auslosung: Gruppe C

Die Würfel sind gefallen, die Zeremonie der Auslosung in Kapstadt ist beendet, der Vorhang ist gefallen. Doch nur bis zum 11. Juni 2010. Denn dann geht es richtig los! Jetzt kennen auch alle 32 Teilnehmer ihre Gegner in Südafrika. Goal.com stellt die Mannschaften vor. Team für Team, Gruppe für Gruppe.

WCQ: Frank Lampard & Steven Gerrard, England - Croatia (PA)
Von Andreas BECKER

Kapstadt.
England, einer der Mit-Favoriten auf den Titel bei der WM 2010 in Südafrika, konnte sich am Freitag bei der WM-Auslosung nicht über Losglück beschweren. In der Gruppe C geht es gegen die USA, Algerien und Slowenien. Natürlich sollte das Team von Trainer Fabio Capello die Teams nicht unterschätzen, doch es hätte viel schlimmer kommen können.

ALGERIEN
Algerien wird in Südafrika zum dritten Mal an einer WM teilnehmen mit der Absicht, weiter zu kommen als zuvor, als sie nie über die Gruppenphase hinaus kamen. Sang- und klanglos schieden sie damals 1982 und 1986 in der ersten Runde aus. In Spanien schrieb Algerien ein Stück Fußballgeschichte, als es Deutschland dank zweier Tore von Madjer und Belloumi mit 2:1 schlug. Vier Jahre später in Mexiko fehlte ihnen erneut die nötige Power: Beeinflusst von nationalen Unruhen holten sie nur einen von sechs möglichen Punkten, nämlich gegen Nordirland.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Algerien durchlebte eine lange und steinige Qualifikation, aber am Ende meisterten sie diese dennoch. Trotz zweier Niederlagen in drei Spielen erreichten die „Grünen“ die zweite Runde und drehten dort richtig auf. Am Ende musste ein Entscheidungsspiel mit den punkt- und torgleichen Ägyptern richten: Yahia sorgte für den goldenen Siegtreffer und löste eine Euphoriewelle aus.

ENGLAND
Die Gründer des Fußballs nahmen vor dem zweiten Weltkrieg wegen Differenzen mit der FIFA an keiner Weltmeisterschaft teil. Das heißt, sie verpassten die Turniere in Uruguay, Italien und Frankreich. 1950 war England dann das erste Mal dabei, scheiterte aber schon in der Gruppenphase. Seitdem schafften sie es, sich 12 von 15 Mal zu qualifizieren. Der größte Erfolg war dabei der Sieg bei der Heim-WM 1966.  1990 erreichte England das Halbfinale. Immer wieder stellte England eine gute Mannschaft, schaffte es aber nie wirklich mit dem Druck umzugehen.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Fabio Capello, der italienische Taktik-Fuchs, hat es geschafft, dem englischen Team Disziplin und taktisches Verständnis einzuhauchen. Die Qualifikation überstanden die Engländer ohne große Probleme. Neun von zehn Spielen gewann England, darunter ist auch ein 5:1-Sieg gegen Kroatien. England spielt nicht so spektakulär wie Spanien, aber genauso erfolgreich.

SLOWENIEN
Sloweniens einzige WM-Teilnahme kam 2002 zustande und endete in einem heillosen Durcheinander. Nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen Spanien gerieten Schlüsselspieler Zlatko Zahovic und Trainer Srecko Katanec in der Kabine aneinander, woraufhin der Benfica-Stürmer nachhause geschickt wurde. Seine Teamkameraden verloren auch die beiden letzten Gruppenspiele gegen Südafrika (1:0) und Paraguay (3:1) und musste punktlos den Rückflug antreten. Es war das Ende einer Ära im slowenischen Fußball, der nun auf ein neues Kapitel mit Happy End hofft.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
An zweiter Stelle beendeten die Slowenien die Gruppe 3 direkt hinter der Slowakei, aber vor Tschechien, Nordirland, Polen und San Marino! Das „große“ Russland wurde als Relegationsgegner ausgelost. Nach einer 1:2-Niederlage in Moskau, gelang es Slowenien durch den 1:0-Treffer des Bochumers Zlatko Dedic den Favoriten auszuschalten und die WM-Teilnahme zu sichern.

USA
Das WM-Turnier in Südafrika wird das sechste in einer Reihe für die USA sein. Der 2002er Anzug – mit einem jungen Landon Donovan, der nun zum besten Spieler des Teams herangereift ist – erreichte das Viertelfinale in Asien zwar, der Stolz, seit der WM 1994 im eigenen Land zu einer aufstrebenden Fußballnation gewachsen zu sein, erlitt 2006 in Deutschland durch ein Scheitern in der Gruppenphase einen gehörigen Dämpfer. Heißt es 2010 „Yes, we can!“ für die Amerikaner?

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Sechs Siege, zwei Remis und zwei Ausrutscher gegen Mexiko und Costa Rica reichten, um die direkte Qualifikation der sechs Mannschaften starken CONCACAF-Endrunde zu sichern. Dabei gewannen die „Stars & Stripes“ vier ihrer fünf Heimduelle und mussten sich im eigenen Land lediglich einmal geschlagen geben.

Eure Meinung: Welche zwei Mannschaften setzen sich in dieser Gruppe durch?

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