WM 2010-Auslosung: Gruppe H

Die Würfel sind gefallen, die Zeremonie der Auslosung in Kapstadt ist beendet, der Vorhang ist gefallen. Doch nur bis zum 11. Juni 2010. Denn dann geht es richtig los! Jetzt kennen auch alle 32 Teilnehmer ihre Gegner in Südafrika. Goal.com stellt die Mannschaften vor. Team für Team, Gruppe für Gruppe.

Spain, Argentina (Getty Images)
Von Thomas BAUER

Kapstadt. In der Gruppe H der WM 2010 finden sich gleich drei spanischsprachige Teams. Im Rahmen der WM-Auslosung bekam Europameister Spanien als Gruppenkopf Chile und Honduras zugelost. Komplettiert wird die Gruppe von den „Eidgenossen“ aus der Schweiz.

HONDURAS
Honduras nimmt das zweite Mal nach 1982 an einer Weltmeisterschaft teil. In Spanien schied man damals durch zwei Unentschieden sowie einer 0:1-Niederlage gegen Jugoslawien in der Vorrunde aus. 1991 wurde Honduras beim Gold-Cup Zweiter, 2001 gelang der dritte Platz bei der Copa America, sonstige große Erfolge sind Mangelware. 2009 ist eines der besten Jahre in der Fußballgeschichte Honduras. Neben der WM-Qualifikation feierten die U17 und die U20-Mannschaft einige Erfolge, zudem nahm das U23-Team an Olympia 2008 in Peking teil.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Honduras qualifizierte sich mit Platz drei hinter den USA und Mexiko in der Concacaf-Zone. 16 Punkte holte das Team aus zehn Spielen. Am letzten Spieltag schlug Honduras El Salvador mit 1:0 durch ein Tor von Carlos Pavón, die Qualifikation war gesichert. Vier Niederlagen musste die Mannschaft hinnehmen, darunter eine 2:3-Pleite gegen die USA. Am Ende aber alles egal, Honduras ist in Südafrika dabei.

SPANIEN
Spanien bekleckerte sich bei Weltmeisterschaften bislang nie mit Ruhm, das beste Ergebnis war ein vierter Platz im Jahr 1950. Umso erfolgshungriger ist die „Furia Roja“ für die WM-Endrunde 2010, bei der man nach dem Europameistertitel 2008 und starker Qualifikation nun großer Favorit ist. An Stars fehlt es den Iberern absolut nicht, denn mit technisch versierten Profis wie Andrés Iniesta oder Xavi wird man auch in Südafrika mit dem beliebten Tiqui-Taqua überzeugen wollen.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Über die Qualifikation von Spanien braucht man nicht viele Worte verlieren. Zehn Spiele, zehn Siege und ein Torverhältnis von 28:5. Eine beeindruckende Bilanz, dabei hatte man mit Bosnien oder der Türkei keineswegs einfache Gruppengegner.Überzeugend präsentierte sich dabei vor allem die Offensive, die auch 2010 der Schlüssel zum Erfolg sein soll.

CHILE
Chile hat im Fußball keine so große Tradition wie Brasilien, Argentinien oder Uruguay. Den Sprung an die Spitze der südamerikanischen Teams schafft die Elf trotz talentierter Fußballer aber dennoch nicht, da vor allem der nationale Verband sehr schlechte Arbeit leistet und immer wieder im Chaos versinkt. Eine solide Basis für eine sportlich erfolgreiche Zukunft fehlt nach wie vor, immerhin konnte sich das Team aber für die Endrunde 2010 in Südafrika qualifizieren und möchte dort aus dem Schatten von Brasilien & Co. springen.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika

Die WM-Qualifikation verlief für Chile weitgehend problemlos und mit einem 4:2-Auswärtssieg gegen Kolumbien qualifizierte sich das Team vorzeitig für das Turnier. In der Vergangenheit profitierte Chile vor allem von einer beeindruckenden Heimstärke, dieses Mal leiste man aber auch auswärts hervorragende Arbeit – der Schlüssel zum Erfolg.

SCHWEIZ
Die Schweiz ist ein kleines Land, welches immer hart um die WM-Qualifikation kämpfen muss. Bisher konnten sich die Schweizer aber schon achtmal für eine Weltmeisterschaft qualifizieren. Größter Erfolg war dabei jeweils der Einzug ins Viertelfinale 1934 und 1938, zuletzt bei der Heim-WM 1954. Lange Zeit ist das schon her. 2009 gewann die U17-Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft in Nigeria, ein großer Erfolg für die Schweiz, der die Hoffnung auf eine glorreiche Zukunft größer werden lässt.

Die Qualifikation: Der weite Weg nach Südafrika
Die Schweiz erwischte mit Gegnern wie Griechenland und Israel eine schwere Gruppe, galt aber schon zu Beginn der Qualifikation als Favorit. Doch die Schweizer taten sich schwerer als erwartet. Gleich im zweiten Spiel gab es eine 1:2-Niederlage gegen Luxemburg. Aber das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld reagierte und die Pleite blieb die einzige in der Qualifikation. Am Ende qualifizierte sich die Schweiz als Gruppenerster, mit einem Punkt Vorsprung vor Griechenland.

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