ELF WM-Favoriten in Südafrika - Platz 8: Elfenbeinküste
Mit einem im wahrsten Sinne des Wortes handfesten Skandal endete die WM-Qualifikation in Europa. Frankreichs Basketballer schummelten sich gegen Irland nach Südafrika und lösten als vorletzte von 32 Mannschaften das WM-Ticket. Die Fahrkarte Nummer 32 schließlich ging an Uruguay. Und somit stehen sie fest, die Teams, die im Sommer 2010 Fußball-Geschichte schreiben wollen. Doch wer sind nach aktuellem Stand der Dinge die Favoriten? Dieser Frage ging die Goal.com-Redaktion auf die Spur. Wir präsentieren unser beliebtes Ranking in einer neuen Folge: ELF Favoriten auf die WM-Krone 2010.
Abidjan. Was früher Kameruns unzähmbare Löwen waren, sind heute die Elefanten aus Cote d’ Ivoire. Die Elfenbeinküste hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Topadresse in der Welt und zur wohl besten Mannschaft am afrikanischen Kontinent gemausert. Stars wie Didier Drogba, Yaya und Kolo Toure oder Salomon Kalou verdienen ihr Geld bei den besten Klubs der Welt, doch auch die Riege dahinter genügt allerhöchsten Ansprüchen.
Beispiellose Entwicklung
Was 2006 bei der ersten WM-Teilnahme noch mit dem Aus nach der Vorrunde endete, soll 2010 der Höhepunkt einer beispiellosen Entwicklung sein. Nicht wenige trauen den Elefanten den Weltmeistertitel zu – es wäre der erste für eine afrikanische Mannschaft. Neben unglaublicher Physis - ein Drogba ist kaum aus dem Spiel zu nehmen - sind alle Spieler auch technisch extrem gut ausgebildet.
Fußballschule in Abidjan
Nicht wenige haben dieses Rüstzeug in der Fußballschule von Abidjan erlernt. Unter der Schirmherrschaft von Jean-Marc Guillou wurde eine Ausbildungsstätte ganz nach französischen Vorbild errichtet. Und der Erfolg sollte nicht lange auf sich warten. Kolo Toure ist einer der bekanntesten Spieler aus jener Schule. Bei fast jeder Gelegenheit spricht er den Dank aus.
Goldene Generation
„Wir haben im Moment unsere Goldene Generation des Fußballs und viele verdanken ihren Weg der Akademie in Abidjan.“ Wohl war. Neben Toure ist auch dessen Bruder Yaya, Aroune Dindane (FC Portsmouth), Salomon Kalou (FC Chelsea), Emmanuel Eboue (FC Arsenal) und Arthur Boka (VfB Stuttgart). Sie sind zusammen mit Didier Zokora (FC Sevilla) das Grundgerüst der Mannschaft.
Didier Drogba überstrahlt alle
Doch ganz oben steht Didier Drogba. Er ist der Star, ein Volksheld im afrikanischen Land. Dort, wo eine der größten Kirchen der Welt steht, nämlich die die Basilika Notre-Dame de la Paix, wird keiner so vergöttert wie Didier Drogba. Selbst ein eigenes Bier gibt es zu Ehren des berühmtesten Sohnes des Landes.
Traum eines Kontinents
Er soll den Traum eines ganzen Kontinents wahr machen – nämlich die Elfenbeinküste zum ersten afrikanischen Weltmeister machen. Was im Nachwuchs - dort sind Ghana und Nigera das Non-plus-Ultra - schon vorzüglich klappt, soll nun auch bei den Erwachsenen fortgesetzt werden.
Erfahrener Trainer
Damit dieses Ziel realisiert wird, setzt man auf einen erfahrenen Trainer. Vahid Halilhodžić, der den OSC Lille in die Champions League führte, soll das Wunder möglich machen. Schon beim 2:2 gegen den DFB zeigte die Mannschaft, dass sie mit den besten der Welt mithalten kann. Mitunter sei man noch zu ungestüm, so der bosnische Trainer, doch auch das wird sich noch legen.
Wunder von Südafrika
Noch hat man Zeit. Spätestens im Juli 2010 will man dann aber das Wunder in Angriff nehmen und damit einen Zyklus schließen. Was in der Fußballschule von Abidjan den Anfang nahm, soll in Kapstadt ihr Ende finden und Kapitän Drogba soll den goldenen Pokal in den Nachthimmel Südafrikas stemmen.
HIER: ELF WM-Favoriten in Südafrika: Das ultimative Goal.com-Formbarometer
Eure Meinung: Was traut Ihr der ivorischen Nationalmannschaft bei der WM 2010 zu?
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