11 Flops der WM-Qualifikation

Wo Licht ist, ist ja bekanntlich auch Schatten. Viele Nationen feierten gestern ihre gelungene WM-Qualifikation oder freuten sich über ihre Leistungen. Doch auf der anderen Seite finden sich diejenigen, die in den letzten Monaten enttäuschten.

Slaven Bilic - Croatia-Germany (Firo)
(fb) Berlin. Es gab herausragende Akteure, Trainer und Mannschaften, die der nahezu vollendeten Qualifikation für die WM ihren Stempel aufdrückten. Doch einige Protagonisten enttäuschten. Hier sind unsere elf Flops der Quali:

+++Slaven Bilic:
Kroatiens Nationaltrainer war vor einem Jahr noch ein gefeierter Mann in seiner Heimat. Die Kroaten hatten eine starke Europameisterschaft gespielt unter anderem Deutschland bezwungen und waren unglücklich gegen die Türkei im Viertelfinale ausgeschieden. 14 Monate später fordern die Medien seinen Kopf, er sei der Hauptverantwortliche für das Scheitern in der Qualifikation. Zum sportlichen Misserfolg gesellen sich nun auch noch Querelen mit einzelnen Spielern, wie beispielsweise Hoffenheims Joe Simunic. Es wäre ein Überraschung, wenn Bilic noch lange im Amt bliebe.

+++Polen:
Die Polen gaben eine jämmerliche Figur ab. In zehn Spielen gab es nur drei Siege, zwei davon gegen die Großmacht San Marino. Am Ende reichte es mit elf Zählern nur zum vorletzten Platz der Gruppe drei. Trainer Leo Beenhakker wurde Anfang September von Verbandspräsident Grzegorz Lato via TV gefeuert...

+++Peru:
Die Südamerikaner leisteten sich den Luxus, Starstürmer wie Jefferson Farfan und Claudio Pizarro nicht zu nominieren. Beide war vor langer Zeit beim umstrittenen Trainer José del Solar in Ungnade gefallen. Peru spielte eine klägliche Qualifikation und wurde mit drei Siegen in 18 Spielen Letzter bei den südamerikanischen Eliminiatorias.

+++Lionel Messi:
Der Superstar des FC Barcelona wurde den hohen Erwartungen seiner Landsleute in dieser Qualifikation nicht gerecht. In 18 Spielen gelangen ihm nur vier Treffer und seine Leistungen entsprachen nur selten dem, was er in der Regel bei seinem Klub abruft. Zuletzt geriet Messi sogar bei den eigenen Fans in die Kritik.

+++Türkei:
Der WM-Dritte von 2002 erwischte eine starke Gruppe. Dass die Türken gegen Europameister Spanien den kürzeren ziehen könnten, war allgemein erwartet worden. Doch dass sie auch hinter Bosnien landen und damit die Relegation verpassten, kam überraschend.

+++Rumänien:
Trotz großartiger Einzelspieler wie Christian Chivu und Adrian Mutu enttäuschte der EM-Teilnehmer von 2008 auf der ganzen Linie. Am Ende reichte es in der Gruppe sieben nur zu Rang fünf, noch hinter Österreich und Litauen.

+++Ronaldinho:
Der ehemalige Weltfußballer enttäuscht nicht nur beim AC Milan, sondern auch in der „Selecao“. Zunächst zählte Ronaldinho noch zum Kader von Coach Dunga, doch seit Anfang des Jahres wurde er nicht mehr berufen. Seine WM-Teilnahme ist höchst fraglich.

+++Schweden:
Die „Drei-Kronen-Elf“ verpasste die Weltmeisterschaft. Zu unkonstant waren die Leistungen der Mannschaft von Trainer Lars Lagerbäck, der nach neun Jahren im Amt bereits seinen Rücktritt angekündigt hat.

+++Tschechien:
Die Tschechen sind endgültig nur noch internationales Mittelmaß. Ohne viele Spieler der „goldenen Generation“ reichte es für Tschechien einfach nicht. Hinter Slowenien und der Slowakei sprang am Ende nur Rang drei heraus.

+++Belgien:
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft bei den Belgiern eine große Lücke. Magere zehn Punkte aus zehn Spielen stehen am Ende zu Buche. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem neuen Trainer Dick Advocaat, der Belgien wieder zu alter Stärke führen soll.

+++Costa Rica:
Alles lief gut für „Los Ticos“ in der CONCACAF-Quali, ehe drei Niederlagen in Folge das große Zittern auslösten. Durch ein 4:0 über Trinidad & Tobago am vorletzten Spieltag schien sich doch alles zum Guten zu wenden. Doch ein Gegentor gegen die USA in der allerletzten Minute der Quali, kostete Costa Rica gestern Abend die direkte Qualifikation. Nun wartet in der Relegation Uruguay, eine harte Nuss!

Eure Meinung: Wer waren Eure Flops der WM-Quali?




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