OK-Chef Danny Jordaan: Wir brauchen die WM

Der Confed Cup und die WM 2010 in Südafrika werden etwas ganz Besonderes. Zum ersten Mal richtet ein afrikanisches Land ein internationales Fußballturnier aus. Die Vorfreude ist groß, und alles läuft nach Plan.

Danny Jordaan - CEO of 2010 Local Organising Committee
(ab) Johannesburg. In nur zwei Wochen beginnt der Confed Cup in Südafrika. Die ganze Welt schaut dann auf das Land, wo in einem Jahr auch die Weltmeisterschaft stattfinden wird. Lange Zeit war unklar, ob die WM überhaupt stattfinden kann. Die Stadien wurden nicht fertig, die Infrastruktur reichte nicht aus, zudem die weltweite Sorge wegen der hohen Kriminalitätsrate in Südafrika. Doch die Organisatoren haben es geschafft, alle Vorgaben zu erfüllen. Das bestätigte Danny Jordaan, der Organisationschef der WM 2010, dem Tagesspiegel.

Alles nach Plan


„Wir sind dem Zeitplan voraus. Soccer City sollte erst im Oktober fertig werden, jetzt wird es schon im August soweit sein. In Port Elizabeth sind wir fertig, in Durban, Nelspruit und Polokwane im Oktober, in Kapstadt im Dezember“, sagte Jordaan. Der 57-Jährige versuchte die WM schon für 2006 nach Afrika zu holen, letztendlich bekam aber Deutschland den Zuschlag. Danny Jordaan verspricht sich viel von dem Großereignis für sein Land. „Wenn ich vor 1990 gefragt wurde, wo ich herkomme, und ich sagte: Südafrika, sagten alle: Oh nein, Apartheid. Kurze Zeit später: Oh toll, Nelson Mandela. Und dann wieder: Oh weh, Kriminalität“, so Jordaan.

Lob für Südafrika


„Dieses Land hat eine gespaltene Persönlichkeit. Wir können uns nicht auf Mandela als Marke verlassen – Menschen sterben irgendwann. Wir brauchen die WM, damit die Welt auf uns schaut.“ Der Organisationschef, der eng mit deutschen Berater für die WM zusammenarbeitet, will, dass die Leute sagen: „Oh toll, Südafrika, das Land mit der besten Infrastruktur Afrikas! Das Land, in das Millionen Touristen strömen! Das Land, in das Ausländer gerne investieren.“

Im Hinblick auf den Confed Cup bestätigte Danny Jordaan, dass der Kartenverkauf nicht so schlecht laufe, wie immer behauptet wird. „Die Spieler der beliebteren Teams sind ausverkauft – wie Italien gegen Brasilien“, sagte Jordaan.

Eure Meinung: Freut Ihr Euch auf den Confed Cup und die WM in Südafrika?


 
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