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"Gaucho-Tänzer" Mustafi: "Kritik lächerlich und respektlos"

Aktive und ehemalige Profis äußern sich verständnislos über die Medienkritik nach dem Gesang bei der Titelfeier, Mustafi kontert.

Köln. Weltmeister Shkodran Mustafi hat mit völligem Unverständnis auf die Kritik am umstrittenen "Gaucho-Tanz" reagiert, den er und fünf weitere deutsche Nationalspieler bei der Titelfeier am Dienstag in Berlin gezeigt haben.

"Das ist meiner Meinung nach einfach lächerlich. Wir sind Weltmeister geworden. Wir wollten feiern. Für uns war das einfach ein Gesang, und wir wollten keinen lächerlich machen", sagte der Sampdoria-Profi im Hessischen Rundfunk.

Laut Mustafi habe man im Turnier gesehen, wie respektvoll die deutsche Mannschaft unter anderem nach dem 7:1 gegen Brasilien mit den Gegnern umgegangen sei. "Ich finde das einfach lächerlich und respektlos uns gegenüber, dass man so was dann in den Medien schreibt", sagte Mustafi.

"Alle haben Spaß gehabt - was will man mehr?"

Uwe Seeler, Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, sieht die Debatte gelassen. "Ist doch klar, wenn man Weltmeister wird, hat man Spaß. Man war fröhlich und lustig. Von der Warte sollte man das betrachten. Alle haben Spaß gehabt, was will man mehr", sagte Seeler in einem Exklusiv-Interview mit dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD.

Ebenfalls dort äußerte sich Gladbachs Sportdirektor Eberl, der das Ganze ebenfalls nicht so hoch hängen wollte und fand: "Dass man natürlich im Überschwang mal Dinge macht, bei denen man zwei Tage später sagt, 'hätten wir nicht machen müssen' - das sollte man nicht als Respektlosigkeit sehen."

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