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Brasiliens Weltmeister-Trainer von 1994 ist enttäuscht, dass sein Gastgeberland der Welt kein schöneres Gesicht zeigt. Vor allem die Rahmenbedingungen bemängelt er.

Rio de Janeiro. Mit harscher Kritik hat Brasiliens WM-Legende Carlos Alberto Parreira auf die zögerlichen Investitionen seines Landes in Infrastruktur für die Weltmeisterschafts-Endrunde in diesem Jahr reagiert. "Wir haben eine Chance verpasst, der Welt ein anderes Brasilien zu zeigen", klagte der Technische Koordinator der Selecao gegenüber dem Radiosender CBN.

Vor allem der schleichende Ausbau der wichtigsten Flughäfen ist für den 70-Jährigen ein Unding. "Es gibt noch Ausschreibungen für März, drei Monate vor der WM. Das ist ein schlechter Witz. Man hat uns die WM vor sieben Jahren gegeben, und erst jetzt werden Bauten für die Flughäfen vergeben?", fragt der Weltmeister-Coach von 1994 und urteilt dann: "Ein totales Versäumnis."

Die Zeit drängt

Parreira, der bei den Weltmeisterschaften 1970 als Konditionstrainer Brasiliens sein WM-Debüt gab, weiß, dass bei einer WM vor allem die Stadien im Blickpunkt stehen. Dennoch gibt er zu: "Die Fans brauchen Flughäfen, Sicherheit, Komfort, Transport. Alle haben davon gesprochen, dass dieses Turnier ein Vermächtnis hinterlassen werde. Vielleicht für 2016, 2018 oder 2020. Aber bei dieser WM wird nichts fertig sein."

Auch die Massenkundgebungen, die beim Confed Cup das ganze Land erfassten und am vergangenen Samstag vor allem in Sao Paulo mal wieder in Gewalt endeten, machen Parreira ebenfalls Sorgen. "Wenn die Spieler sich damit beschäftigen, verlieren sie den Blick aufs Wesentliche. Konzentrieren wir uns darauf, den Titel zu gewinnen. Alles andere ist Sache der Behörden", fordert der Berater von Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari. 

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