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In die seit Monaten in der Kritik stehende Vergabe der WM 2022 nach Katar, schaltet sich nun auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ein und fordert eine Art Entschädigung.

Köln. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (58) hat den Fußball-Weltverband FIFA zu einem Ausgleichsengagement aufgefordert, nachdem das Exekutivkomitee der FIFA im Dezember 2010 die WM-Endrunde 2022 an das Emirat Katar vergeben hatte.

"Sollte an diesem für mich fehlgeleiteten Projekt festgehalten werden, muss zumindest Kompensation geschaffen werden", sagte der CSU­-Politiker im Magazin Cicero (Februar-Ausgabe): "Tausend Fußballplätze für die Jugend in Afrika wären das Mindeste, womit man klimatisierte Stadien in der Wüste ausgleichen kann."

Die WM am Persischen Golf hat wiederholt zu heftiger internationaler Kritik geführt, zumal es zuletzt Medienberichte über Arbeitssklaven und menschenverachtende Zustände auf den WM-Baustellen in Katar gegeben hatte. Immer noch nicht gesichert ist außerdem, ob die WM-Endrunde tatsächlich 2022 in den Winter verlegt wird oder bei 50 Grad Celsius im katarischen Sommer ausgetragen wird.

Müller kündigte an, seinen Namensvetter, den "Bomber der Nation", Weltmeister von 1974 und einstigen Torjäger von Bayern München, als eine Art Botschafter des guten Willens für sein Ministerium gewinnen zu wollen. Der Politiker Gerd Müller war einst Leiter eines Fußball-Dorfklubs.

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