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Die Schweiz hat sich erstmals vorzeitig für eine WM-Endrunde qualifiziert und ist in Brasilien dabei. Ein entscheidender Faktor war Ottmar Hitzfeld, der nach der WM aufhören will.

Bern. Nach der WM ist Schluss: Ottmar Hitzfeld wird seinen Vertrag als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft nicht verlängern und sein Amt nach der Endrunde in Brasilien zur Verfügung stellen. Der ehemalige Meistermacher der Bundesligisten Borussia Dortmund und Bayern München sprach von der "schwierigsten Entscheidung meiner Trainer-Laufbahn".

"Nach über 30 Jahren in kräfteraubenden Fußballmetier ist die Zeit gekommen, aufzuhören", erklärte er weiter. Hitzfeld hatte die Schweiz 2008 übernommen und danach zweimal in Folge die Qualifikation zur Weltmeisterschaft überstanden.

Hitzfeld: "Ein Entscheid der Vernunft"

"Mit Hitzfeld hat sich die Schweiz erstmals vorzeitig für eine WM-Endrunde qualifiziert und ist in Topf eins gesetzt", hob Verbandspräsident "Peter Gillieron die Erfolge Hitzfelds hervor: "So bedauerlich die Entscheidung ist, Hitzfeld hat diese persönlich so geschildert, dass sie für uns nachvollziehbar ist und nicht anderes übrig bleibt, als sie zu akzeptieren und zu respektieren."

"Es ist ein Entscheid der Vernunft", begründete Hitzfeld seinen Abschied: "Er fiel vor dem Albanien-Spiel. Man muss im Vollbesitz seiner Kräfte sein. Ich habe es 2004 bei Bayern schon einmal erlebt, als ich angeschlagen und ausgebrannt war. Das will ich nicht noch einmal erleben."

Mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund gewann der heute 64-Jährige die Champions League, sieben Mal die deutsche Meisterschaft und drei Mal den DFB-Pokal. Mit durchschnittlich 1,79 Punkten pro Spielen ist Hitzfeld der erfolgreichste Coach der Geschichte der Schweizer Nati.

Nachfolger in Ruhe gesucht

Die Suche nach einem Nachfolger kann die Schweiz in Ruhe angehen. "Ottmar Hitzfeld ist auch in dieser Lage ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle und lässt uns viel Zeit. Das ermöglicht uns, nicht gleich am Kandidatenkarussell zu drehen, sondern erst einmal innezuhalten", sagte SVF-Generalsekretär Alex Miescher.

Hitzfeld hatte das Amt am 1. Juli 2008 übernommen und die Eidgenossen zur WM 2010 geführt. In Südafrika scheiterte die Schweiz trotz eines Vorrundensieges gegen den späteren Weltmeister Spanien in der Gruppenphase.

Nach der verpassten Qualifikation für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine gelang Hitzfeld mit den Schweizern nun die Teilnahme an der WM am Zuckerhut. In Brasilien träumt er vom Viertelfinale: "Ziel ist das Achtelfinale. Und wenn man mal dort ist, dann will man natürlich auch ins Viertelfinale."

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