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Sprechen sich für eine regelmäßige Winter-Weltmeisterschaft aus: Gianni Infantino (links) und Michel Platini (rechts)

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino: Weltmeisterschaften im Winter könnten die Regel werden

Sprechen sich für eine regelmäßige Winter-Weltmeisterschaft aus: Gianni Infantino (links) und Michel Platini (rechts)

Getty Images

Neun Jahre bis zur Fußball-WM in Katar, doch die Diskussionen um die Jahreszeit der Austragung schwelen schon lange. Gianni Infantino befürwortet den Winter - nicht nur 2022.

Zürich. Gianni Infantino hat sich in die Riege der Befürworter einer Winter-Weltmeisterschaft 2022 in Katar eingereiht. Der UEFA-Generalsekretär schlug sich damit auf die Seite seines Verbandschefs Michel Platini und FIFA-Präsident Sepp Blatter. Eine solche Lösung könne zudem Schule machen für kommende Turniere.

"Der Monat Juni ist der schönste, um Fußball zu spielen und er wird mit Ausnahme von EM und WM so gut wie nicht genutzt", stellte Infantino in einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Times fest. "Aber die WM wird in Europa nur etwa alle zwölf Jahre gespielt."

Ein Umdenken müsse stattfinden - europäischer Klubfußball im Sommer, internationale Turniere in anderen Klimazonen im Winter. "Warum hat England, das uns diesen tollen Sport geschenkt hat, entschieden, dass Fußball im Winter und nicht im Sommer gespielt wird? Es liegt am Cricket-Sport", so der 43-Jährige.

Infantino: Fußball sollte zur besten Jahreszeit gespielt werden

"Ich teile vollkommen die Ansicht, dass man in der besten Jahreszeit Fußball spielen sollte, und in Katar ist das nicht der Juni oder Juli", erklärte Infantino.

"Die Weltmeisterschaft muss zur optimalen Zeit stattfinden", stellte der Verbandsfunktionär klar und sagte: "Den gleichen Gedanken hatte ich schon in Bezug auf die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika."

WM in Südafrika als warnendes Beispiel

"Vier Jahre zuvor in Deutschland schien die Sonne. Südafrika ist ein schönes Land, aber um 17 Uhr war es dunkel und die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das ist dem Fußball nicht würdig", blickte der Schweizer zurück. Die WM 2010 fand im Sommer statt - in südafrikanischen Breitengraden meteorologischer Winter.

Die Katar-WM im Jahr 2022 würde nach konservativer Planung das andere Extrem bereithalten: In den Sommermonaten sind dort Temperaturen von über 40 Grad zu erwarten. Der reiche Ölstaat will daher Schätzungen zufolge 75 Milliarden Euro in Klimasysteme für die Arenen und die Infrastruktur stecken.

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