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Die WM 2022 in Katar wird höchstwahrscheinlich im Winter stattfinden. Die Meinungen darüber sind gespalten, doch das letzte Wort hat die FIFA. Der Belgier ist für den Winter.

Zürich. Laut eines Berichts des Sportmagazins Kicker ist die intensiv diskutierte Winter-WM in Katar 2022 bereits so gut wie beschlossen. Der genaue Starttermin ist dagegen noch nicht genauer bestimmt. Bisher gilt der 15. Januar als favorisiertes Startdatum. Der belgische Arzt Michel d`Hooghe sprach sich nun aus gesundheitlichen Gründen klar für eine Winter-WM aus.

Quellen aus dem Umfeld von FIFA-Präsident Sepp Blatter sollen darüber hinaus berichtet haben, dass der Entscheidungsweg „über die Schiene der Mediziner gesteuert" werde. Gemeint ist damit der belgische Arzt Michel d'Hooghe, ein Mitglied der FIFA-Exekutive und Vorsitzender der medizinischen Kommission.

Bei Verlegung droht Klage

„Von einem medizinischen Standpunkt sind wir besorgt. Persönlich denke ich, dass es gut wäre, wenn wir die Weltmeisterschaften unter besseren Temperaturen als im Hochsommer von Katar spielen könnten", so d'Hooghe.

Diese Aussagen von d'Hooghe am 15. März griff das lokale Organisationskomitee (LOC) in Katar bereits eine Woche später auf und signalisierte, dass die Verschiebung keine Probleme darstellen würde. Neben der englischen Premier League hat sich auch der australische Fußballverband gegen einen Wintertermin ausgesprochen. Letzterer drohte sogar mit einer Klage.

Klagen ohne Chancen?

Die FIFA soll die Rechtmäßigkeit jedoch bereits geprüft und mögliche Klagen sollen laut dem Kicker wenig Chancen auf Erfolg haben. „In den Ausschreibungsrichtlinien ist klar festgelegt, dass die endgültige Entscheidung über das Format sowie den Austragungszeitraum für beide Wettbewerbe, der FIFA Konföderationen-Pokal und die FIFA Weltmeisterschaft, beim Organisationskomitee der FIFA liegt", ließ Sprecherin Delia Fischer dazu verlauten.

Passend dazu sprach sich UEFA-Präsident Michel Platini ebenfalls gegen eine Sommer-WM aus. Die Vorverlegung hätte jedoch weitreichende Folgen für die Ligaspielpläne. So könnte der Spielbetrieb frühestens in der letzten Woche im Februar wieder aufgenommen werden.

Befürworter Rummenigge fordert weitere Reformen

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandvorsitzender des FC Bayern und Präsident der Europäischen Club Association (ECA) sieht darin jedoch kein Problem, sondern die Möglichkeit zu weiteren Reformen.

Die Bundesliga sollte die Sommermonate vermehrt für Spieltermine nutzen, zudem wurde erneut über die Anpassung der Spielpläne an das Kalenderjahr diskutiert. Die Verbände, die Wettbewerbe wie die Champions League und die Europa League ausrichten, fürchten diese Reformen, da die Endspiele demnach im Winter ausgetragen werden müssten.

EURE MEINUNG: Ist eine Winter-WM bei dem engen Spielplan machbar?

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