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Der FIFA-Boss weist die Gerüchte zurück, wonach es zwischen ihm und Michel Platini Schwierigkeiten gebe. Diese kann er bei der WM 2022 aber nicht ausschließen.

Nyon. FIFA-Präsident Sepp Blatter hat Gerüchte um einen Machtkampf zwischen ihm und UEFA-Präsident Michel Platini dementiert, sich aber erneut klar für die Torlinientechnologie ausgesprochen. Außerdem erklärte der der 77-Jährige seine Rolle beim Fußball-Weltverband und kommentierte den aktuellen Stand in der Diskussion um die WM 2022 in Katar.

„Es gibt keinen Kampf. Uns verbindet eine Freundschaft seit der WM-Auslosung 1990“, verneinte Blatter in einem Interview mit der Bild Probleme zwischen ihm und Platini. Die mächtigsten Männer im Fußball sind sich unter anderem in Sachen Torlinientechnik und dem Austragungstermin der Weltmeisterschaft in Katar uneins. Eine Kampfabstimmung um den FIFA-Vorsitz in zwei Jahren hält Blatter ebenfalls für unwahrscheinlich.

„Töricht, schwere Fehler nicht zu vermeiden“

Platini befürchte eine zunehmende Technisierung im Fußball, so Blatter. Dafür gebe es aber keinen Grund: „Das International Football Association Board (IFAB) – die Gralshüter der Regel - haben klar gesagt: Technik nur auf der Torlinie, nicht auf dem Spielfeld.“

Technische Hilfsmittel hält er in dieser Frage für sinnvoll. „Es wäre doch töricht, wenn wir solche schweren Fehler wie bei der WM 2010 nicht vermeiden, als ein klares Tor für England nicht anerkannt wurde.“

Klagen der Mitbewerber wären „ein Problem“

In den Diskussionen um die WM-Vergabe nach Katar baut Blatter auf die Untersuchung von FIFA-Ermittler Michel Garcia. Bislang gebe es „keinerlei Beweise“ für Unregelmäßigkeiten.

Falls es zu einer Klage der Mitbewerber kommen sollte, „könnte das Fifa-Exekutiv-Komitee ein Problem haben“, musste er jedoch zugeben. Man werde sich bis dahin „an die Fakten“ halten.

Rückfragen zur WM in Katar wollte er nicht kommentieren. „Ich äußere mich dazu nicht“, antwortete Blatter auf die Frage nach Gründen, die WM in Katar auszutragen. Auch die besorgniserregende politische Entwicklung im Wüstenstaat, der sich dem Islamismus annähert, sei für ihn nicht von Bedeutung. „Die geopolitischen Bewegungen auf dem Erdkreis sollen den Fußball nicht stören“, so Blatter. „Der Fußball soll Brücken bauen. Das ist unsere Aufgabe.“

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