Stuart Pearce: Respekt für den Gegner, Kritik am eigenen Team

Zur Halbzeit stand Englands U-21 bereits so gut wie als Finalteilnehmer der Europameisterschaft in Schweden fast. 3:0 stand es nach 45 Minuten für die „Three Lions“ gegen den Gastgeber, der bis dahin nahezu chancenlos gewesen war.

Stuart Pearce - England (PA)

(en) Göteborg. Doch nach gut einer Stunde drehten die „Wikinger“ plötzlich auf und zwangen Englands U-21 mit drei teils wundervollen Toren noch in die nicht mehr erwartete Verlängerung. Nach dem Platzverweis gegen Fraizer Campbell in der Extra-Time schien sich das Blatt nun vollends zugunsten der schwedischen Junioren gewendet zu haben. Doch ausgerechnet im Elfmeterschießen, sonst wahrlich nicht das Steckenpferd der Engländer, behielt die Truppe von Trainer Stuart Pearce das bessere Ende für sich.

Pearce lobt schwedischen Kampfgeist

Entsprechend erleichtert zeigte sich der frühere Profi nach Schlusspfiff, der einst im Halbfinale der Weltmeisterschaft 1990 gegen Deutschland im Elfmeterschießen an Torwart Bodo Illgner gescheitert war: „Wir wussten von den Schweden, dass sie hartnäckig sind. Das habe ich meiner Mannschaft erzählt, bevor wir unser Hotel verlassen haben“, sagte Pearce gegenüber Sky Sports und ergänzte: „Wenn du mit ein, zwei Toren in Führung gehst, geben sie noch längst nicht auf. Sie sind wie wir: Sie kämpfen bis zum Abpfiff und arbeiten unermüdlich. Es ist nicht einfach, nach drei Toren Rückstand nochmal zurück zu kommen.“ 

In der zweiten Hälfte nur mit halber Kraft?

Bei allem Respekt für den Gegner richtete Pearce auch einen kritischen Blick auf sein Team: „Ich muss auf meine Spieler schauen, die sich wieder selbst einen Hindernis-Berg errichteten. In der zweiten Halbzeit haben sie ihren Gegner etwas zuwenig beachtet. Jeder hat es seinem Teamkollegen überlassen, den Extra-Schritt zu machen und diesen Luxus kannst du dir im Fußball nicht leisten“, so Pearce gegenüber dem Sender.

Matchwinner für das Finale gesperrt

Doch letztlich zog der Coach bei Sky Sports ein versöhnliches Fazit: „Am Ende sind wir glücklich, dass wir nach zwei Jahren Arbeit das Finale erreicht haben. Unser Torwart hat großartig gehalten.“ Doch ausgerechnet Matchwinner Joe Hart, der im Elfmeterschießen den entscheidenden Elfmeter parierte, fehlt nun ebenso wie Campbell gesperrt im Endspiel gegen Deutschland am kommenden Montag...

Eure Meinung: Wer wird sich im Finale der U-21-EM durchsetzen - Deutschland oder England?



 
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