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Bei der EM soll es in der Seleccion zu Spannungen gekommen sein, Xavi und Casillas vermittelten. Außerdem soll der Keeper wegen der Freundschaft Probleme mit Mourinho gehabt haben.

Barcelona. Beide liefen im EM-Finale zwischen Spanien und Italien zur Hochform auf und prägten die Partie: Xavi und Iker Casillas. Wie Xavis Vater Joaquin Hernandez nun in einem Interview mit ComRadio erklärte, habe die bereits seit längerem bestehende Freundschaft der beiden Männer die Grundlage der spanischen Titelverteidigung gebildet. Im spanischen Lager sei es zu Streitigkeiten gekommen, die erst durch die Vermittlung von beiden behoben worden sein.

Vater Hernandez: Ohne Iker und Xavi wäre die Seleccion nie soweit gekommen

Der Betreiber einer Fußballschule, die Xavi selbst einst besuchte, eher ihn der FC Barcelona in die katalanische Hauptstadt holte, sagte: „Wenn Iker, Xavi und Del Bosque nicht wären, wäre die Seleccion nie so weit gekommen.“ Vor allem die Spannungen zwischen Spielern von Real Madrid und dem FC Barcelona hätten die Stimmung im spanischen Lager nach untern gezogen.

Seit Jose Mourinho 2010 bei Real das Ruder übernahm, hat sich der Ton bei Clasicos deutlich verschärft: „Es gab wegen der Clasicos einige sehr komplizierte Momente. Spieler, die Kameraden und Freunde waren, kamen fast an den Punkt, die Freundschaft zu verlieren. Das waren keine kleinen Zankereien. Das hat man bei Arbeola, Sergio Ramos und Xabi Alonso gesehen. Das Verhalten einiger Spieler war nicht angemessen. Gut, dass Iker und Xavi vermittelt haben“, so Hernandez weiter.

Auch das Verhältnis zwischen dem portugiesischen Erfolgscoach und seinem Mannschaftskapitän sei in der vergangenen Saison belastet gewesen. Ein Thema, das auch den Medien nicht entgangen war, die vermehrt über Spannungen berichtet hatten „Iker hatte mit Mourinho viele Probleme wegen diesem Thema, Probleme, die ans Licht der Öffentlichkeit kamen und die alle kennen, den Xavi und Iker wollte nie ihre Freundschaft gefährden“, erklärte nun auch Joaqim Hernandez rückblickend.

„Das 4:0 war ein großes Spektakel“

Die zwischenzeitliche Kritik am spanischen Kurzpass-Stil konnte Xavis Vater nicht verstehen: „Als wir gegen Italien unentschieden spielten, wurde der Spielstil kritisiert und dass das tiki-taka steril sei und nicht ergebnisorientiert. In Wahrheit sind dieser Stil zu spielen und die Spieler wichtig. Das 4:0 war ein großes Spektakel.“

Spielmacher Xavi hatte sich die beste Turnierleistung für das Finale aufgehoben, war in den Spielen davor aber unauffällig geblieben. Er sei aber weder müde, noch überspielt gewesen, wie sein Vater erklärte: „In vielen Spielen schien es, als ob Xavi blockiert sei und nicht zufrieden. Er hat diese Saison 81 Spiele bestritten. Das ist brutal, bei diesen vielen Reisen und Freundschaftsspielen auf der ganzen Welt. Aber es ging ihm gut und er hatte Lust. Man sagte, er sei körperlich nicht ganz fit, aber das stimmte nicht. Für das Finale war er supermotiviert und hat dafür gesorgt, dass es ein Spektakel wurde.“


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