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Im System von Joachim Löw war zu Beginn der EM kein Platz für den 22-Jährigen. Nun äußert sich Kroos zu seiner Rolle im Team und dem Ausscheiden gegen Italien.

München. Toni Kroos vom FC Bayern München hatte bei der EM 2012 kaum Gelegenheiten, um auf sich aufmerksam zu machen. Beim Halbfinalaus gegen Italien stand er in überrascherderweise Startelf.

Kroos zieht Bilanz

Gegenüber dem kicker bilanzierte Kroos, der bis zum Halbfinale gegen Italien zuvor nur Kurzeinsätze bei der EM zu verbuchen hatte: „Die Erwartungshaltung war eine komplett andere. Aber ich habe das akzeptiert, gut trainiert und war jederzeit bereit.“

Taktisches Konzept schlägt fehl

Sein Einsatz im rechten Mittelfeld gegen Italien wird nun oft als taktischer Fehler Löws bezeichnet. Doch davon will Toni Kroos nichts wissen: „Ich sollte nicht zu sehr rechts, sondern im zentralen Mittelfeld direkt neben Mesut Özil spielen, damit wir beide früh das italienische Zentrum anlaufen, von wo die meisten Impulse kommen. Aber wir waren im ganzen Verbund nicht direkt genug dran.“

„Wir wollten sehr wohl unser Spiel durchbringen“

Auch den Vorwurf an den Bundestrainer, das Spiel der eigenen Mannschaft zu sehr am Gegner orientiert zu haben, wollte Kroos nicht so stehen lassen: „Wir wollten sehr wohl unser Spiel durchbringen, das hat doch mit der taktischen Umstellung nichts zu tun. Wir haben sie gerade zu diesem Zweck vorgenommen, indem wir versuchten, das Zentrum zu stärken. Wenn der Gegner einen so überragenden Mann wie Pirlo in seinen Reihen hat, braucht man doch nicht so arrogant sein und sagen, der ist uns egal.“

Kein „Motzki“!

Nachdem sich Kroos nach der Vorrunde über seine Nichtberücksichtigung beschwert hatte, bekam er von der Presse den Titel „Motzki“ verpasst. Der Mittelfeldmann wollte jedoch keine schlechte Stimmung verbreiten, wie er nochmals unterstrich: „Ich bin nicht bekannt für öffentliche Kritik und werde es sicherlich nie werden. Aber es muss erlaubt sein, die Meinung zu sagen. Das habe ich getan, als ich gebeten wurde, unser aktuelles Spiel mit dem von 2010 zu vergleichen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt Kritik am Trainer oder an Mitspielern geübt. Im Gegenteil, von vielen Beteiligten kamen gleiche oder ähnliche Aussagen.“

Fokus: WM 2014

Doch die EM 2012 ist bereits Geschichte und der Blick geht nach vorne, wie auch Toni Kroos weiß: „Es geht jetzt darum, eine erfolgreiche Qualifikation für die WM 2014 zu spielen. Wir werden auch dort wieder unsere Chance suchen.“


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