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Wie zu erwarten sind die Stimmen der spanischen Europameister mehr als euphorisch und siegestrunken. Sie haben aber auch, selbst wenn nicht immer glänzend, Großes geleistet.

Kiew. 4:0 im Finale der Euro 2012 gewonnen, damit einen in der Höhe historischen Sieg errungen, den dritten Titel nach 2008 (EM) und 2010 (WM) in Folge abgeräumt - da ist es logisch, dass sich die Spieler des alten und neuen Europameisters Spanien auf Wolke Sieben befinden. Dementsprechend fallen natürlich auch die Stimmen zum Finalsieg über Italien aus.

Vicente del Bosque, der Vater des Erfolgs, erklärte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Wir hatten den Ballbesitz und den Druck, was im spanischen Fußball inzwischen etwas Historisches ist. Wir reden hier von einer großen Spieler-Generation. Im Fußball haben wir einen guten Job gemacht. Wir haben tolle Burschen, die überall verteilt sind, aber früher wäre das nicht möglich gewesen. Dies ist nun eine große Ära für unseren Fußball.“

Für Cesare Prandelli und sein Team hatte der spanische Nationalcoach warme Worte übrig: „Ja, jeder verliert halt einmal und Italien hat ein großes Turnier gespielt. Sie hatten Pech mit der Verletzung von Motta und auch deshalb ist es für sie unglücklich ausgegangen. Nach unserem ersten Tor wurden die Italiener immer gefährlicher, aber wir haben auch gut dagegen gehalten. Wir hatten sehr viel Respekt vor Italien und sie waren ein harter Gegner. Gut, dass wir in Führung gegangen sind.“

Spanien machte Italien müde

Torhüter Iker Casillas erklärte im Siegestaumel gegenüber Telecinco: „Ich weiß nicht, was wir Besonderes haben. Vielleicht das Talent. Das ist wohl der wunderbarste Moment im spanischen Fußball und ich wünschte, dass es immer so weiter geht. Aber es ist schwer, wir werden alle älter. Unser Spiel hat Italien müde gemacht. Das zweite Tor war die Vorentscheidung, mit dem dritten haben wir den Sack zu gemacht. Ich glaube, dass viele Menschen sehr glücklich mit dieser spanischen Mannschaft sind. Ein Finale mit 4:0 zu gewinnen, ist nicht leicht. Wir hatten eine schwere Zeit. Wir werden immer viel Kritik bekommen, weil wir die Latte sehr hoch gelegt haben. Jetzt ist es aber an der Zeit, gemeinsam zu genießen und nicht an diese Kritik zu denken.“

Italien wurde von Spanien dominiert

Spielmacher Xavi, der sein Duell gegen Pirlo klar zu seinen Gunsten entscheiden konnte, sagte im Interview zu Telecinco: „Wir sind sehr glücklich. Das ganze Land freut sich natürlich und wir haben das sehr verdient. Wir haben Italien dominiert und vielleicht unser bestes Spiel bei diesem Turnier gemacht. Wir sind so glücklich, wir genießen das jetzt erst mal. Schließlich haben wir für alle unsere Anhänger und für unsere Familien Geschichte geschrieben. Heute hat es uns geholfen, dass wir in Führung gegangen sind. Wir hatten viel Ballbesitz, uns auf dem Platz sehr gut gefühlt und gegenüber Italien die klareren Bälle gespielt. Unsere Ballzirkulation war viel besser.“

Xavi weiter: „Wir kennen die hohen Erwartungen an uns, diese Turniere sind sehr schön, aber wenn die Leute nicht an uns glauben, ist es auch sehr kompliziert. Persönlich fühle ich mich sehr gut und ich werde mal mit dem Trainer reden, ob ich auch noch an der WM teilnehmen werde.”

Alba kann den Erfolg noch gar nicht fassen

Auch Jordi Alba ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Der Neuzugang vom FC Barcelona und Final-Torschütze erklärte: „Das ist meine erste Euro, meine Mannschaftskameraden haben ja schon vorher Geschichte geschrieben. Ich bin glücklich. Im Moment kann ich noch gar nicht begreifen, was passiert ist. Nun ist es an der Zeit, alles mit der Nationalelf zu genießen. Die Euro war für uns alle sehr gut.“

Begeisterung bis in die hohe Politik

Auch der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy war von seinem Team schier begeistert und sagte in die Mikrophone der Journalisten: „Es war beeindruckend! Ich war in Wien, in Südafrika und bei diesem Turnier. Ich denke, dass nun Millionen von Spaniern überglücklich sind und das ist sehr tröstlich. Wir sind doch alle nur Menschen und haben alle unsere Probleme. Aber die Freude und all das, was von unserer Seele und unseren Herzen kommt, ist so schön. Heute wird jeder überglücklich sein und wir müssen diesen Jungs und ihrem Trainer danken, dass sie so gut gespielt haben. Ob ich morgen bei der Nationalelf bin, weiß ich noch nicht – der König von Spanien wird aber da sein! Das ist schon eine tolle Truppe, sie sind sehr freundlich und es macht Spaß mit ihnen zu sein.“

EURE MEINUNG: Ist Spanien ein würdiger Weltmeister?

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