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EM-Abschied: Steven Gerrard, Miroslav Klose und weitere Stars, die bei der EURO 2016 nicht mehr mitspielen

EM-Abschied: Steven Gerrard, Miroslav Klose und weitere Stars, die bei der EURO 2016 nicht mehr mitspielen

Getty Images

Das Turnier in Polen und der Ukraine neigt sich dem Ende zu, in vier Jahren geht es nach Frankreich. Goal.com wirft einen Blick auf die Spieler, die dann wohl nicht mehr dabei sind

Von Enis Koylu

Bei dieser EM sind einige Spieler dabei, die bereits eine gefühlte Ewigkeit mitwirken. Spieler, die heroische Schlachten mit ihren Teams geschlagen haben, bei denen die ganze Welt zugesehen hat. Aber irgendwann endet die Zeit eines jeden Helden und es gilt, Platz für Jüngere zu machen. Goal.com wirft einen Blick auf Stars der Europameisterschaft 2012, für die es zur EM in Frankreich in vier Jahren womöglich nicht mehr reicht.

ANDREA PIRLO - ITALIEN


Obwohl Andrea Pirlo derzeit ganz Europa beweist, dass das Alter nur sehr bedingt mit Klasse zu tun hat, gilt es als wahrscheinlich, dass der italienische Mittelfeldboss in vier Jahren in Frankreich nicht mehr im Team steht. Trotz seines Alters war Pirlo bei der EM die tragende Säule des italienischen Teams in Polen und der Ukraine. Mit seinem Panenka-Gedächtniselfmeter sorgte Pirlo zudem für die Wende im Elfmeterschießen des Viertelfinals gegen England. Gemeinsam mit Fabio Cannavaro war Andrea Pirlo bereits vor sechs Jahren beim WM-Titel die überragende Figur. Wer auch immer Pirlo in der Zukunft ersetzen soll, hat eine Mammutaufgabe vor sich.

MIROSLAV KLOSE - DEUTSCHLAND


'Raus mit den Alten, rein mit den Neuen' war sicherlich das Motto der Deutschland in den letzten Jahren, aber während Spieler wie Michael Ballack oder Christoph Metzelder nach und nach aussortiert wurden, hat sich ein Spieler all die Jahre gehalten: Miroslav Klose. Der Lazio-Stürmer hat bereits geäußert, dass er seine Nationalmannschaftskarriere nicht mit der EM 2012 beenden möchte und durchaus noch Ziele im Deutschland-Trikot hat. Einer davon: Den ewigen Torrekord von Gerd Müller (68) brechen. Die WM in Brasilien wäre wohl allerdings die Endstation für Klose, der in vier Jahren in Frankreich nicht mehr dabei sein sollte. Es hätte glorreich für Klose enden können, wenn er sein Team in seinem Heimetland zum Titel geschossen hätte, doch das 1:2 gegen Italien, bei dem Klose nur 45 Minuten spielte, machte alle Träume zunichte.


XAVI - SPANIEN


Während David Villa bei der EM 2008 sowie der WM 2010 die wichtigen Tore zu den Siegen erzielt hat, gibt es wenig Zweifel, dass es einen andere zentrale Figur gab, die Spanien zu den Titeln führte: Xavi Hernandez. Mit seinen individuellen Qualitäten und seinen Pässen steht der zentrale Mittelfeldspieler wie kein Zweiter für die dominante Spielweise der Spanier. Und in der Tat war es auch Xavi, der Fernando Torres beim EM-Endspiel vor vier Jahren bediente. Torres erzielte das 1:0-Siegtor gegen Deutschland. Natürlich hat Spanien weitere geniale Mittelfeldspieler, die einen zu befürchtenden Abgang in den nächsten vier Jahren kompensieren können, aber eines steht auch fest: keiner wird so sein wie er.

STEVEN GERRARD - ENGLAND


Während viele englische Spieler über ihren Zenit hinweg zu sein scheinen, drehte Steven Gerrard bei dieser Europameisterschaft nochmal richtig auf. In einem englischen Team, das sehr defensiv agierte, war Gerrard derjenige, der mit Kreativität für Belebung sorgte. Von fünf erzielten Toren hat Gerrard drei vorlegte. Er hätte durchaus enttäuscht sein können, dass man ihn bei den Diskussionen um den Kapitän zwischen John Terry und Rio Ferdinand konsequent übergangen hatte, doch er blieb seiner Linie treu, kämpfte für sein Land und bekam am Ende doch die Binde, die er bei der EM mit Verantwortung trug.

MARK VAN BOMMEL - NIEDERLANDE


Bei all den geschriebenen Geschichten bei dieser EM sticht bei Vize-Weltmeister Niederlande eine heraus: Kapitän Mark van Bommel wird nicht mehr für die niederländische Nationalmannschaft auflaufen. Während sich die Offensivspieler um die Stammplätzes tritten, akzeptierte der 34-Jährige seinen Platz auf der Bank beim Spiel gegen Portugal. Danach trat er vor die Presse und gab seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Van Bommel war für die Niederlande ein Anführer, der stets voranging und sich in die Dienste des Teams stellte. Nun gibt er nicht nur die Binde ab, sondern räumt das Feld für jüngere, dynamischere Spieler.

GIORGOS KARAGOUNIS - GRIECHENLAND


Es gibt keinen Zweifel, dass Giorgos Karagounis ein Volksheld in Griechenland ist, aber mit 35 Jahren nähert sich auch seine Zeit dem Ende zu. Während seiner  Karriere war er durchweg professionell und hat alles gesehen, was es zu sehen gibt. Auf Klubebene lief Karagounis für Teams wie Inter und Benfica auf, dazu für seinen Heimatverein Panathinaikos und auf Nationalmannschaftsebene war er der entscheidende Mann beim Triumph 2004. Griechenland wurde unter der Leitung von Otto Rehhagel damals in Portugal Europameisters. Auch in diesem Jahr, als es für Griechenland nach einem sicheren Vorrundenaus aussah, rettete Kargaounis das Team, erzielte das entscheidende Tor gegen Russland. Möglicherweise wäre sogar gegen Deutschland eine Überraschung drin gewesen, wenn Karagounis nicht gelbgesperrt gefehlt hätte.


ANDRIY SHEVCHENKO - UKRAINE


Einer der unvergesslichsten Momente bei der EURO 2012 war zweifellos der Doppelpack von Andrey Shevchenko, der der Ukraine in ihrem Auftakspiel gegen Schweden zum Sieg verhalf. Es war ein Traumstart für die Gastgeber und für den Spieler Shevchenko. Seit der Aufspaltung der Sowjetunion war Shevchenko das Gesicht des ukrainischen Fußballs. Es ist eine Schande, dass Shevchenko bei der letzten Chance, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren, nur 20 Minuten beweisen durfte. Trainer Oleg Blokhin wechselte den Stürmerstar erst nach 70 Minuten ein. Die Ukraine verlor mit 0:1.

TOMAS ROSICKY - TSCHECHIEN


Bei Tschechien sieht es derzeit so aus, als würde die goldene Generation, die bei der EM 2004 ins Halbfinale kam, allmählich von der Bildfläche verschwinden. Milan Baros, der Torschützenkönig bei der EM vor acht Jahren, hat bereits seinen Nationalmannschaftsrücktritt bekanntgegeben und auch Tomas Rosicky, der Kapitän sagte, er könnte Baros in seiner Entscheidung bald folgen. Der Spielmacher von Arsenal scheint seine besten Jahre hinter sich zu haben und könnte nun ein bitteres Ende im Nationalteam haben. Auch bei der EM war Rosicky zuletzt nicht fit und fehlte gegen Portugal im Viertelfinale.


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