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Der Real-Akteur war der beste Mann auf dem Platz im Viertelfinalspiel Deutschlands gegen Griechenland. Seine Spielweise sei ihm bewusst, die Meinung der Medien egal.

Warschau. Mit einem Tor und einer herausragenden Leistung im Viertelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland (4:2), stellte er Bastian Schweinsteiger in der Mittelfeldzentrale komplett in den Schatten. Bei der WM 2010 in Südafrika noch der junge, unerfahrene Ersatzmann, übernimmt Sami Khedira zwei Jahre später bei der EM 2012 nach und nach die Rolle des Führungsspielers.

„Wusste, es wird nichts passieren“

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung äußerte sich Khedira rückblickend zur Partie gegen Griechenland: „Ich wusste: Es wird nichts passieren. Wir stehen kompakt, wir haben einen einzigen Fehler gemacht, aber wenn wir nicht an uns zweifeln und das Tempo hochhalten, dann werden wir noch unsere Tore schießen.“

Khedira bereits Europameister – als Junior

Der 25-Jährige entwickelt sich aktuell zu der Führungspersönlichkeit im deutschen Team - eine Rolle, die er nicht zum ersten Mal ausübt. Bereits im Jahr 2009, bei der U-21-Europameisterschaft führte Khedira die DFB-Elf der Junioren als Kapitän zum Titel. „Dann stehst du da, bist 21 Jahre alt, bist plötzlich Kapitän und denkst: Wie mach ich das jetzt?“, erinnert sich der Mittelfeldmann: „Am Anfang wurde schon noch gelacht, wenn ich eine Ansage gemacht habe aber am Ende haben alle mitgezogen, und ich glaube nicht, dass wir sonst Europameister geworden wären.“

Vom Lehrling zum Lehrer

Im Spiel gegen die Griechen lagen zwischen der Leistung des Ex-Stuttgarters und der des Bayern-Profis Welten. Während der eine mit einem Tor, einer mentalen Ruhe und tollen Pässen brillierte, lief es bei „Schweini“ gar nicht rund. Die Rolle des Mittefeldchefs möchte Khedira seinem Teamkollegen aber nicht streitig machen. „Bastian ist so erfahren und so gut, dass er uns auf jeden Fall weiterhilft. Seine Körpersprache, seine Mentalität, da muss ihm keiner helfen“, erklärt er.

Vielmehr solle man sich darauf konzentrieren, die jungen Spieler wie Mario Götze oder Marco Reus zu unterstützen: „Die haben eine Wahnsinnsqualität, aber auf diesem Niveau noch nicht die Erfahrung. Sie kommen noch ins Grübeln, wenn die Griechen plötzlich das 1:1 schießen und dann braucht es eben Spieler, die schon ein Gespür für so ein Spiel haben.“

„Wichtig ist, was die Trainer denken“

In Deutschland der Hit, in Spanien oft kritisiert: Khedira schieße zu wenig Tore. Er selbst sagte dazu. „Bei Real ist meine Rolle eher defensiv und wer sich mit Fußball auskennt, weiß meinen Job dort auch zu würdigen. ich kenne meine Spielweise, und da muss ich nicht der große öffentliche Liebling sein. Wichtig ist, was die Trainer denken - und da habe ich eigentlich immer positive Rückmeldungen erhalten“, so Khedira.


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