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Die EM ist für Frankreich vorbei. Und zwei „Les Bleus“-Akteure stachen heraus. Ein bärenstarker Franck Ribery und ein extrem schwacher Florent Malouda.

Donezk. Mit einem 0:2 gegen Spanien verabschiedet sich Frankreich von der Europameisterschaft. Während Franck Ribery am Ende einer harten Saison noch einmal alles an Kräften mobilisierte, was er finden konnte, verlief das Turnier aus Sicht Florent Maloudas mehr als nur enttäuschend.

Ribery = Kampf, Einsatz, Leidenschaft

Bereits im ersten Gruppenspiel gegen England merkte man Franck Ribery an, dass er sich für diese Europameisterschaft viel vorgenommen hatte. Während seine Position bei Bayern München unangefochten ist, stand Ribery gerade in der französischen Heimat oft und stark in der Kritik. Durch Kampf, Einsatz und Leidenschaft in allen vier Spielen – selbst bei den 0:2-Niederlagen gegen Schweden und Spanien – sollte es dem 29-Jährigen gelungen sein, seine Kritiker ruhig zu stellen.

Ein Tor blieb ihm verwehrt

Ribery spielte alle vier Partien für Frankreich durch und gehörte dabei immer zu den besten Akteuren für „Les Bleus“. Zwar blieb er ohne eigenen Torerfolg und konnte nur ein Tor vorbereiten, aber in jedem Spiel zeigte er eine enorme Präsenz und einen starken Offensivdrang. Auch die spanische Defensive war im Viertelfinale nicht immer in der Lage, den schnellen Franzosen aufzuhalten. Gereicht hat es dennoch nicht.

Bester Franzose

Eines war jedoch nie bei ihm zu sehen: irgendein Zeichen des Aufgebens. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass er im Goal.com Ranking mit einer Durchschnittsnote von 3,13 Frankreichs bester Spieler bei dieser EM gewesen ist. Zu schade für Laurent Blanc, dass er nur einen Ribery zur Verfügung stehen hatte.

Wo war Malouda?

Eine vollkommen gegensätzliche Europameisterschaft spielte dafür Florent Malouda, der auch bei Chelsea schon bessere Tage hatte und diese Form zum Leidwesen Laurent Blancs mit zur Nationalmannschaft brachte. Im ersten Spiel gegen England war er, und das ist noch höflich ausgedrückt, unsichtbar (Goal.com Flop des Spiels). Das hatte wohl auch der Trainer ähnlich gesehen, der Malouda im Spiel gegen die Ukraine durch Jeremy Menez ersetzte und Malouda nicht einmal einwechselte.

Lauf Xabi Alonso, lauf!

Im Spiel gegen Schweden wurde er dafür nach rund 60 Minuten eingewechselt, doch er war weit davon entfernt, irgendwelche Akzente zu setzen oder gar das Spiel zu drehen. Im Spiel gegen Spanien lieferte er erneut eine desaströse Leistung ab (erneut Goal.com Flop des Spiels). Als Xabi Alonso in der 19. Minute von der Mittellinie in den Strafraum lief und vollkommen frei stehend das 1:0 erzielte, war Malouda nicht einmal zum Sprint nach hinten angetreten, sondern blieb einfach im Mittelfeld stehen. Auch wenn er sich gegen die Spanier im zentralen Mittelfeld erkennbar unwohl fühlte, darf man seinen Gegenspieler nicht so davon ziehen lassen. Ein Fehler, den Frankreich teuer bezahlen musste.

Offensiv nicht existent

Wie bei seinen Auftritten davor, konnte Malouda erneut keine Akzente in der Offensive setzen. In der einzig guten Szene, in der er sogar zwei Anspielstationen gehabt hätte, zog Malouda es vor, sich zwei-, dreimal zu drehen und dabei die Chance durch einen Fehlpass verstreichen zu lassen. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass er mit einer Goal.com-Durchschnittsnote von 1,83 der schlechteste Spieler Frankreichs bei dieser Europameisterschaft gewesen ist.

Menez ist eine Alternative

Für den 32-jährigen Malouda könnte die Zeit in der französischen Nationalmannschaft bald abgelaufen sein. Sein Vertreter Jeremy Menez zeigte gegen die Ukraine eine herausragende Leistung, auch wenn er gegen Spanien nach seiner Einwechslung in der 64. Minute nichts mehr bewirken konnte. Sollte Malouda in der nächsten Saison keine besseren Leistungen zeigen, wird die EM 2012 wohl sein letztes Turnier für „Les Bleus“ gewesen sein.

EURE MEINUNG: Wie habt Ihr die Leistungen von Ribery und Malouda bei dieser EM gesehen?

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