thumbnail Hallo,

Leck im DFB-Team: Maulwurf soll der Bruder eines Nationalspielers sein

Die Information, dass Marco Reus und André Schürrle in der Startelf gegen Griechenland stehen werden, machte schnell die Runde. Doch wer gab das Geheimnis weiter?

Donezk. Deutschland ist in das Halbfinale der Europameisterschaft 2012 eingezogen. Mit wehenden Fahnen siegte man 4:2 über schwächere Griechen. Dennoch ist nicht alles glatt gelaufen! Bereits am Nachmittag war die überraschende Startaufstellung der DFB-Elf überall in den Medien zu finden gewesen.

Joachim Löw & Co. fragten sich auch nach dem Spiel noch, wer die brandheißen und strenggeheimen Infos rausgegeben hat. Sogar bei der Pressekonferenz sprach der Bundestrainer über dieses heikle Thema. Eines scheint aktuell sicher: Die Spieler haben sich offensichtlich nicht verquasselt.

Rätselraten um Insiderinfos

„Ich kann mir nicht erklären, wie die Aufstellung durchgesickert ist. Vielleicht hat ein Spieler mit seinem Berater gesprochen“, zitierte Marcus Bark, für Sportschau vor Ort, den Bundestrainer. War am Ende ein glücklicher (oder geschäftstüchtiger) Berater Ursache der frühzeitigen Verbreitung?

„Es ist nicht schön, wenn das rauskommt, denn wir wollen ja unberechenbar bleiben.“ Bereits im letzten Jahr hatte Löw ein ähnliches wenn auch ungleich kleineres Problem, als Andre Schürrle bei Twitter zwitscherte, dass er das Spiel wegen einer Verletzung leider verpassen würde.

Löw sprach mit der Mannschaft

Einen Tag nach der Partie waren auch Marco Reus und André Schürrle überrascht, wie diese Informationen an die Öffentlichkeit gelangen konnten. „Das ist sehr unglücklich gelaufen", sagte Schürrle. „Bei den letzten Spielen war das auch schon so, dass die Zeitungen das vorher wussten, das ist sehr unglücklich." Der Leverkusener bestätigte dann auch, dass Bundestrainer Löw die Sache direkt mit der Mannschaft besprochen habe.

„Er hat es angesprochen und uns klar mitgeteilt, dass das so nicht geht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemand aus der Mannschaft war." Das sah auch Marco Reus so, der sich aber darüber ärgert, dass es einen Maulwurf zu geben scheint. „Aber ein Nachteil ist uns daraus wenigstens nicht entstanden", sagte Reus. Recht hatte er, denn die Griechen konnten die Informationen zur Aufstellung nicht nutzen.

Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit bestimmt noch nicht gesprochen. Joachim Löw wird hoffen, dass sich dieses Missgeschick vorm Halbfinale am kommenden Donnerstag nicht wiederholt.

UPDATE: Übeltäter soll der Bruder eines Spielers sein

Nach Informationen von sport1.de soll es sich bei dem Maulwurf um den Bruder eines Nationalsspielers handeln. Wessen Familienmitglied aber letztlich die Mannschaftsaufstellung an die Presse weiterreichte wurde indes noch nicht bekannt. Geht es nach Reiner Calmund, sollte man in dieser Angelegenheit die Kirche im Dorf lassen: „Man sollte ihn jetzt nicht zum großen Buhmann machen. Das war wohl ein Spieler, der aus großer Freude, dass er spielt oder aus Enttäuschung, dass er nicht spielt, sich einfach mitteilen wollte. Bei Eltern oder seinem Berater. Und das ist menschlich."

Es darf also weiter spekuliert werden.

 

EURE MEINUNG: Wie groß ist der Schaden?

DAS EM 2012 PORTAL AUF GOAL.COM
NEWS | LIVE-TWICKER | MATCHCENTER | GRUPPEN & ERGEBNISSE


Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig