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Für den Wölfe-Schleifer ist das Turnier bisher ein Zeichen, dass seine oftmals belächelte Personalpolitik immer wieder mal eine Blüte hervorbringt – Tschechiens Pilar zeigt sich ebenfalls treffsicher.

Wolfsburg/Posen. Was soll man da noch sagen? Die berüchtigte Hire-and-Fire-Praxis von Felix Magath ist zwar nach wie vor gerne die Zielscheibe spöttischer Bemerkungen, bei EM-Turnier gehören Spieler des VfL Wolfsburg jedoch zu den besten Torschützen – Mario Mandzukic traf dreifach, Mähnen-Mann Petr Jiracek doppelt, und die Tore des tschechischen Neuzugangs von Viktoria Pilsen, Vaclav Pilar, sind da noch nicht einmal eingerechnet.

Tschechischer Messi

Das ist fair: Noch ist der beidfüßige linke Flügelstürmer offiziell in Diensten von Viktoria Pilsen, wohin er vom Heimatverein Kralove ausgeliehen war, aber in der neuen Sasion wird er für den Magath-Klub auflaufen, der sich die Dienste des Jungstars für eine Million Euro sichern konnte – Europas Klubs schauen neidisch nach Wolfsburg.

Da hat der kauzige Coach mal wieder sein Händchen bewiesen: Der in der heimischen Liga als „tschechischer Messi“ bezeichnete Pilar ist ein spektakulärer Spieler, und wie der Spitzname besagt jemand, der gerne mit Tempodribblings die gegnerischen Verteidiger herausfordert. Zwei Tore in zwei Spielen stehen bisher im EM-Turnier zu Buche, und die Tatsache, dass er in Wolfsburg auf Petr Jiracek, ebenfalls Tschechien und Pilar schon von Viktoria Pilsen bekannt, treffen wird, vergrößert die Vorfreude bei den Niedersachsen.

VACLAV PILAR
LINKER FLÜGEL | TSCHECHIEN

KLUBEINSÄTZE 2011-12
Einsätze 43
Tore 10
Vorlagen 7
EINSÄTZE FÜR TSCHECHIEN
Debüt gegen Peru im Juni 2011
Einsätze (Tore) 13 (4)


Pilar scheint gereift

Auch in der Champions League konnte der 23-Jährige in der letzten Spielzeit Meriten sammeln und Einsätze gegen den AC Mailand und den FC Barcelona verzeichnen. Auch wenn in diesen internationalen Spielen auf Klublevel Zählbares fehlte, hat sich das 1,70 große Talent nun in Polen und der Ukraine gereift gezeigt: Die Kritik, dass er sich oftmals blindlings in Offensivzweikämpfe stürzt, war vielleicht berechtigt, sein intelligentes Positonsspiel und seine zwei Tore zeigten jedoch, dass er an sich und seiner Effektivität gearbeit hat und lernfähig ist, und besonders im Nationalteam läuft es prächtig für ihn, wie auch der tolle Treffer per Fernschuss in den Playoffs gegen Montenegro bewies.

Im Viertelfinale gegen Portugal hat Pilar dann weiter Gelegenheit, seine Fähigkeiten vorzuführen, nach dem Spiel gegen Polen, in dem er gegen BVB-Star Lukasz Pisczeck sehr gut aussah, gab es schon mal Lob von Trainer Bilek: „Das war stark“, kommentierte der Nationalcoach. Auch dank ihm träumt Tschechien von der Überraschung gegen Ronaldo und Co. Somit kommt da vielleicht eine neue Attraktion auf die Bundeliga zu, die den Wölfen Offensivpower verspricht und den Ruf von Felix Magath als „Transfer-Gott“ bei aller Quantität auch mal qualitativ aufwertet.

EURE MEINUNG: Was erwartet Ihr von Pilar gegen Portugal - und demnächst bei Wolfsburg?

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