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Kapitän Philipp Lahm: Deutschland erreicht Viertelfinale als Gruppensieger

Im Interview vor dem letzten Gruppenspiel gegen Dänemark spricht der Bayern-Akteur über die Erwartungshaltung, den nächsten Gegner und seinen Kollegen bei den Niederlanden.

Danzig. Am Sonntagabend will die deutsche Fußballnationalmannschaft gegen Dänemark den Einzug ins Viertelfinale sicher machen. Gegner dann wäre Griechenland, als Gruppenzweiter müsste man gegen die Tschechen ran. Kapitän Philipp Lahm ist sich sicher, dass das Team als Erster in die K.o.-Phase gehen wird.

Potenzial ausschöpfen

Das erste Spiel gegen Portugal war ein Sieg, dem man auch durchaus das Prädikat „glücklich“ zuordnen konnte. Gegen die Holländer zeigten die Mannen von Jogi Löw eine weitaus bessere Leistung. Trotzdem sieht Lahm noch Steigerungsmöglichkeiten, wie er im Interview mit Bild am Sonntag sagt: „Wir sind im Vergleich zur WM 2010 reifer geworden und einer der Mit-Favoriten auf den EM-Titel. Das haben wir durch unsere Siege gegen Portugal und Holland nochmals untermauert. Aber die Spiele waren eng. Das stimmt. Es ist uns allen klar, dass wir noch mehr Potential haben.“

„Erster mit neun Punkten“

Dem Dänen-Spiel blickt der Abwehrspieler positiv entgegen, erkennt aber auch die Gefahren, die die Skandinavier mitbringen: „ Sie haben Holland geschlagen! Und gegen Portugal bis kurz vor Schluss mitgehalten, eigentlich schon ein Unentschieden in der Tasche gehabt. Dänemark ist ein schwieriger Gegner, der defensiv sehr gut organisiert ist. Und nach vorn haben sie mit Nicklas Bendtner von Arsenal London einen gefährlichen Stürmer. Er verfügt über viel internationale Erfahrung. Aber wenn wir schnell umschalten, werden wir uns unsere Möglichkeiten herausspielen. Und wenn wir diese nutzen, werden wir ins Viertelfinale einziehen. Es wird hart. Aber ich gehe ganz fest davon aus, dass wir gewinnen und somit als Erster und mit neun Punkten durch die Gruppenphase marschieren.“

Fall Robben? „Interessiert mich nicht“

Gegen die Niederlande war Arjen Robben, Mannschaftskollege vom FC Bayern München, Gegner von Philipp Lahm auf der Außenbahn. Der Deutsche hatte den Niederländer fest im Griff. Dieser befindet sich seit Monaten in einem mentalen Tief.

Sorgen um dessen Zustand macht sich Lahm derzeit aber keine: „Im Moment interessiert mich das alles nicht. Weil ich hier bei der deutschen Nationalmannschaft bin und ein großes Ziel vor Augen habe. Wir bei Bayern wissen, was wir an Arjen haben. Er ist ein Top-Spieler. Und das wird sich auch durch diese EM nicht ändern. Ich bin froh, dass ich normalerweise mit ihm in einer Mannschaft spiele – und nicht ständig gegen ihn spielen muss.“

Er attestiert seinem Kollegen aus München aber die Klasse, zu den besten Flügelspielern Europas zu gehören. Er freue sich daher umso mehr, ihn während der Partie aus dem Spiel genommen zu haben.

Qualität für die Besten

Ein anderer stark kritisierter Bayern-Spieler ist beziehungsweise war Mario Gomez. Trotz seines Treffers gegen Ronaldo und Co. gab es heftige Kritik am Stürmer, der bislang die einzigen drei deutschen Treffer markieren konnte. Die Worte trafen Gomez dann auch hart, eine passende Antwort konnte er auf dem Platz trotzdem geben.

Stark reden musste der Kapitän Gomez aber nicht - das sei überhaupt nicht notwendig gewesen: „Mario weiß, dass wir ihn intern sehr schätzen. Er ist ein Super-Stürmer, hat einen sensationellen Abschluss. Das hat er nun auch im DFB-Trikot erneut bewiesen. Mario hat auf jeden Fall die Qualität, bei diesem Turnier bester Torjäger zu werden. Ja, ich traue ihm das zu. Aber glauben Sie mir: Selbst für Mario ist es viel wichtiger, dass wir bis zum Ende im Turnier bleiben und mit dem Team unser Ziel erreichen.“

„Niemals nie“

Nicht nur Mario Gomez, auch Philipp Lahm hat seit längerer Zeit schon international auf sich aufmerksam gemacht. Besonders Jose Mourinho lobt den Münchner bei jeder Gelegenheit. Gibt es da bald einen Wechsel nach Spanien? „Im Fußball sollte man niemals nie sagen. Deswegen kann ich hier und jetzt nicht versprechen: Ich spiele bis 32 bei Bayern. Aber zur Beruhigung: Ich gehe fest davon aus, dass ich auch kommende Saison beim FC Bayern spiele. Ich fühle mich in München sehr wohl.“

EURE MEINUNG: Hat Philipp Lahm Recht – zieht Deutschland als Gruppenerster ins Viertelfinale ein?

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